Klares ja: wir haben eine Bürofläche in unserem eigenen Gebäude, die aufgrund home-office leer stand, in eine "Arbeitsfläche" umgewandelt. Da das eine Flächenänderung war mussten wir bei der Gemeinde einen Bauantrag stellen.
Wir haben also ein Architekturbüro beauftragt einen Bauantrag zu erstellen. Der wurde beim Bauamt vorgestellt, die nichts dagegen hatten und das durchgewunken haben. Erst dann durften wir auf der Fläche arbeiten.
Das ganze hat also einen Haufen Geld und Zeit gekostet nur um die Bürokratie zu befriedigen.
Die Zahlen sprechen für sich: Während die Arbeitsproduktivität in den 1980er- und 1990er-Jahren noch um rund zwei Prozent jährlich zunahm, ist sie in den vergangenen sechs Jahren im Schnitt nur noch um 0,3 Prozent jährlich gewachsen. Also kaum. Gemeint ist die Wirtschaftsleistung, die jeder Erwerbstätige im Durchschnitt erbringen kann. Woran liegt es, dass die Produktivität in Deutschland stetig zurückgeht?
Ich war letztens doch etwas überrascht, als ich mir das mit der Arbeitsproduktivität mal angeschaut habe.
Dieser Wert ist also wirklich nur Bruttoinlandsprodukt durch insgesamt geleistete Arbeitsstunden. Das erklärt auch, warum er seit sechs Jahren so wenig steigt. War da etwas? Etwa mit Corona und zerrissenen Lieferketten, die dann erst mühsam wieder gepflickt werden mussten, mit viel Arbeitsaufwand und wenig BIP-Auswirkungen mit explodierenden Energiekosten, wo man dann im laufenden Betrieb wild herumdonglieren musste. Oder mit völlig abstrusen Dingen, die ein US-Präsident im Zollwesen produziert. Das sind natürlich alles total unproduktive Dinge.
Aber dieses Framing im Artikel ist extremistisch. Im Endeffekt kloppen dort Millionen Arbeitnehmer richtig ran, damit der Laden trotz all dem, was da draußen passiert, irgendwie noch läuft. In einer besseren Welt, ohne all diese Probleme, wäre es sicherlich möglich, dass sie diese Energien in eine wirkliche Steigerung des Bruttoinlandsproduktes stecken könnten. Allerdings haben wir diese Welt nicht. Jetzt hier irgendwelche Arbeitnehmer zu beschimpfen, dass sie unproduktiv sind, ist schlimm.
Diese merkwürdige Sicht springt einen aus diesem Zitat auch wunderbar an:
"Es kommt ja nicht von ungefähr, dass der staatliche Sektor neben der IT der Sektor ist, wo die Beschäftigung am stärksten wächst. Denken Sie an die vielen Menschen, die Berichtspflichten nachkommen im Auftrag von irgendwelchen Gesetzen, die Nachhaltigkeitsberichte schreiben. Hinzu kommen Beauftragte für dies und das."
Natürlich ist der vielgescholtene "Leiterbeauftragte" hier unproduktiv. Wenn alle Arbeitnehmer wieder regelmäßig von den ungewarteten Leitern fallen, dann ist das megagut für das BIP. Rettungskräfte kosten. Bestattungen sind teuer. Leute reisen zur Beerdigung an. Anwälte verdienen super an den Klagen. Vielleicht gibt es vorher sogar noch einen kostspieligen Krankenhausaufenthalt, so schön mit Hubschrauber und Intensivstation! So ein Arbeitnehmer, der von der Leiter im Betrieb fällt, dürfte locker 100.000€ für das BIP erwirtschaften und wenn dieser fiese Leiterbeauftragte das verhindert, dann ist das unproduktiv!
Die wirklich unproduktiven Jobs sind übrigens die Rentiers, die einfach nur Dividenden abgreifen oder irgendwelche Mietzahnungen und einfach gar nichts machen.
Die Wirtschaft wächst nicht mehr so stark, wie sie müsste, um den Wohlstand zu halten.
Willkommen bei der Akkumulation des Kapitals. Wenn die Milliardäre nicht alles einsacken würden, dann müsste die Wirtschaft auch nicht wachsen, um den Wohlstand zu halten.
Schade, dass die Tagesschau diesen zentralen Punkt nicht einordnet.
Ausserdem hat der besprochene Bürokratieabbau nichts mit den drei Punkten am Anfang zu tun, die als Ursache für den geringen Produktivitätszuwach genannt werden.
Nach Doge und den Bürokratiekürzungen in den USA https://feddit.org/post/34482120 ist es unverschämt als Tagesschau die Argumentation für Bürokratiekürzungen einfach zu reproduzieren. Eine weitere fehlende Einordnung.
Schliesslich ordnet die Tagesschau auch nicht "Stiftung Familienunternehmen" ein. Der Geschichte nach geht es wohl darum, Erbschaft- oder Vermögensteuer mit der Lenkung der Debatte zu vermeiden. https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Familienunternehmen
Für mich sieht das so aus, als wenn die Tagesschau genutzt wird, um die Politik von Trump auch in Deutschland zu etablieren.
Schliesslich ordnet die Tagesschau auch nicht "Stiftung Familienunternehmen" ein. Der Geschichte nach geht es wohl darum, Erbschaft- oder Vermögensteuer mit der Lenkung der Debatte zu vermeiden. https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_Familienunternehmen
Genau diesen Punkt finde ich so erschreckend, dass es keinerlei Einordnung gibt und Sie 100% diese Aussagen übernehmen. Habe die Tagesschau auch direkt mal.angeschrieben, wegen diesem Artikel.
Natürlich schreien die nach Bürokratieabbau, wenn sie keinen Datenschutz mehr einhalten müssen, Lieferkettergesetz ausgesetzt wird und endlich wieder Sklaven und Kinder die Produkte herstellen können, ohne das jemand auf die Finger schaut.
Hauptsache der Profit stimmt.
Was ist mit dem ganzen Wasserkopf im Management, demotivierte Mitarbeiter, doppelt besetze Stellen. Das die Tagesschau davon nichts aufgreift finde ich schlimm.
Als würde die Wirtschaft wieder laufen, wenn es weniger Auflagen für die Unternehmen geben würde. Das einzige was sich ändert, ist dass ihre Taschen noch weiter füllen.
Mit der Studie "Es gibt einen Wachstumspfad für Deutschland" will die Stiftung Familienunternehmen die Potenziale, die im Land schlummern, aufzeigen. "Wir reden über gewaltige Steuererhöhungen, um die Ausgaben zu finanzieren. Dabei vernachlässigen wir die Möglichkeiten, die wir im Wachstum sehen."
Aha, Lobby will Subventionien und Steuererleichterungen.
Die Tagesschau müsste erstmal den Begriff von Wohlstand klären. Wohlstand ist hier aber der Profit und hier der von Lobbygruppen wie der Stiftung Familienunternehmen. Wer ist denn eigentlich die Stiftung Familienunternehmen?
Da sind 600 Firmen im Besitz von Privatpersonen Mitglied und die Einsatzfelder der Stiftung sind ganz tolle Dinge wie:
Gegen die Erbschaftssteuer
Verhinder der Wiedereinführung einer Vermögenssteuer
Senkung der Unternehmenssteuer
Abschaffung der Wegzugbesteuerung
etc..
Dazu ist die Gruppe intransparent und arbeitet bewusst dagegen das alle Mitglieder und Unterstützer transparent sichtbar sind. Aufgedeckt wurden kleine sympatische Familienunternehmen wie:
Würth, Bertelsmann, Deichmann, Rosmann und z.B. die Schwarz Gruppe. Letztere ist als solche oft nicht sehr bekannt, dahinter steht aber Lidl und Kaufland.
Das sind übrigens alles Firmen die uns in mehrerer Hinsicht auf der Tasche liegen. Zum einen was Steuergeschenke und Subventionen angeht und in Sachen Klima sind das mit die größten Dreckschleudern die wir in Deutschland haben.
Das die Tagesschau dazu kein Wort schreibt und da absolut nichts kritisch hinterfragt ist keine Schlampigkeit, sondern inzwischen schlichtweg einfach eine bewusste Arbeitsweise.
Der Artikel liest sich wie: Die Stiftung Familienunternehmer heult über Bürokratie.
Bedeutet Arbeitsschutz, Datenschutz, Brandschutz, Umweltschutz, Verbraucherschutz, Dokumentation etc sind für die Millionenerben also Jobs die nichts bringen
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass der staatliche Sektor neben der IT der Sektor ist, wo die Beschäftigung am stärksten wächst. Denken Sie an die vielen Menschen, die Berichtspflichten nachkommen im Auftrag von irgendwelchen Gesetzen, die Nachhaltigkeitsberichte schreiben. Hinzu kommen Beauftragte für dies und das.
Der staatliche Sektor ist also der Beweis dafür, dass zu viele Leute Berichtspflichten nachkommen, obwohl diese Berichtspflichten im privaten Sektor liegen?
Wir leisten uns zu viele "unproduktive" Jobs? Ein klares Ja kommt von Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.
Da stellt sich natürlich die Frage, was denn ein Volkswirt "produziert" außer Berichten?
Das seien Jobs, die keine besonders große Produktivität mit sich brächten, und in diesen Bereichen seien in den letzten Jahren überproportional viele Jobs entstanden
Jetzt mal im Ernst, das stimmt sogar aber es sind nicht die Brandschutzbeauftragten sondern die Lieferando-Fahrer, die Gig-Economy, die zunehmend auch zu und rüber schwappt. Der Niedriglohnsektor, der mit der Agenda 2010 bewusst geschaffen wurde.
Die Leute arbeiten in diesen Jobs ja nicht, weil die so geil sind, sondern weil bessere Jobs zunehmend abgebaut oder ins Ausland verschoben wurden.
Und wo wir schon dabei sind, will ich noch die gesamte Werbebranche als unproduktiv verteufeln.
Auch wenn es ein wenig platt ist, aber hinter jeder Dokumentationspflicht steht meistens auch irgendein Vorfall. In der Regel sind die Leute ja nicht aufgewacht und haben sich gedacht "joa, da stellen wir jetzt in jeder Firma 5 Leute hin die das machen aber es bringt nichts". Klar kommt es vor das irgendwelche Regeln erlassen wurden und dann galopiert das weg, aber grundsätzlich gibt es ja doch irgendwo eine Grundlage dafür. So ganz unnötig ist so eine Brandschutzbeauftragte jetzt auch nicht, oder das wir dokumentieren wenn gefährliche Sachen durch die Gegend geschubst werden. Generell und überhaupt alles an individueller Produktivität messen zu wollen ist eine Krankheit. Es gibt genügend Jobs die einfach nur Infrastruktur hinstellen und warten die exakt 0 Euro verdienen weil sie nichts verkaufen. Mal davon abgesehen das es vielleicht besser für die geistige Gesundheit ist nicht alles auf 100% Leistungsfähigkeit zu optimieren. Bringt ja auch wenig wenn die Leute alle 3 Monate ausbrennen weil alles unmenschlich ist.
Das gesagt, jedes Mal wenn ein Politiker sagt das man "dafür" noch ein Pilotprojekt braucht oder das man eine Kommission für xY fordert denke ich mir das das ein Ding ist wo jemand seine Freunde und Verwandten in einen Bullshitjob abstellen will.
Auch wenn es ein wenig platt ist, aber hinter jeder Dokumentationspflicht steht meistens auch irgendein Vorfall.
Die Dokumentationspflichten sind trotzdem für den Arsch, denn niemand kontrolliert, ob das Dokumentierte auch mit der Realität übereinstimmt. Papier ist geduldig. Das ist einfach nur Arbeitsbeschaffung für Bürokraten und groß angelegter Beschiss.
Werbung ist nur nötig um Bullshit zu verkaufen, den keiner braucht. Ich hätte mir schließlich auch ohne Werbung mein Essen, den Esstisch und den Stuhl auf dem ich beim Essen sitze gekauft. Die Dinge die durch Werbung verkauft werden, haben keinen Wert sondern nur einen Preis, sonst bräuchte es keine Werbung um sie zu verkaufen.
Die Kirsche auf dem Scheißhaufen ist ja, dass die ganzen "unproduktiven Jobs" in deren Augen ja "unproduktiv" sind, weil sie schlecht bezahlt werden.
Wenn bspw. Pflegys gut bezahlt würden, dann hätten wir ja krasses Wachstum, wenn wir die Pflege ausbauen würden (bzw. eh müssen, weil mehr alte Menschen, diesdas). Aber ein koksender Bänker mit Riesengehalt wiegt halt in der Messgröße Geld sehr viele Pfleger mit Hungerlohn auf. Und das, obwohl besagter Bänker gesellschaftlich eher unproduktiv, schlimmstensfall sogar schädlich, ist.
Nach einer aktuellen Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung bekommen Auszubildende in der Pflege derzeit im ersten Jahr monatlich 1491 Euro bezahlt. Dahinter folgen die Versicherungsbranche mit 1455 Euro und die privaten Banken mit 1400 Euro.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts verdienten vollzeitbeschäftigte Fachkräfte zuletzt im Mittel 4.228 Euro brutto im Monat. Das waren 1.612 Euro oder 61,6 Prozent mehr als ein Jahrzehnt zuvor.
4230 € sind halt nicht, was ich als "relativ gut" einordne. Vor allem nicht für diesen Knochenjob und die Wichtigkeit. Ich habe seit meinem Berufseinstieg mehr verdient, und meine Arbeit war nie so gesellschaftlich relevant, wie die eines Pflegers. Und weit entfernt davon so hart zu sein.
Und da ist halt die Krux: im gammeligen, mittleren Management des Konzerns, wo meine Frau arbeitet, bekommt man für's Powerpoint erstellen zwischen 150k und 250k pro Jahr. Das sind halt 3-5 Pfleger.
Ja, deswegen hab ich auch "relativ gut" geschrieben. Für einen Ausbildungsberuf. Mit Managementstellen kannst Du das nicht wirklich vergleichen, weil die oft über Seilschaften vermittelt oder überhaupt erst erzeugt werden. Und bei einer 150k-Stelle hat man wahrscheinlich studiert, auch wenn man hinterher effektiv nichts macht.
Dass man automatisch mehr verdient, nur weil man studiert hat, ist natürlich auch ein Problem. Und es gibt noch viele andere. Ich sag überhaupt nicht, dass auf dem Arbeitsmarkt alles super ist. Ich sag nur, dass das mit dem Hungerlohn nicht mehr stimmt und Pflegeberufe die am besten bezahlten Ausbildungsberufe sind.
In meinem Kommentar ging es ja auch nicht primär um die Frage, ob eine Berufsgruppe jetzt tatsächlich Porsche fahren kann, oder nicht.
Es ging um das Rumgeheule wegen Produktivität, die ja so schlecht dasteht.
Und wenn wir jetzt Leuten, die wirklich was sinnvolles tun, einfach die Löhne verdoppeln würden, dann steigt dieser Parameter halt. Oder er steigt halt, wenn wir einen weiteren sinnlosen Job schaffen, der aber random hoch bezahlt wird. Mir ist aber lieber, wir steigern die Produktivität, indem wir sinnvolle Jobs bezahlen, und dann sind die Wirtschaftspriester auch glücklich.
OK, ich glaub ich hab Dich immer noch nicht ganz verstanden. Woher genau weißt Du denn, dass unproduktive Jobs unproduktiv sind, weil sie schlecht bezahlt werden?
Ich hätte jetzt eher gesagt, unproduktive Jobs sind unproduktiv, weil sie weniger Nutzen pro Euro erzeugen als produktive Jobs. Wenn Du Friseur bist, geht jeder mit einer Frisur aus Deinem Laden raus und hat Dir nicht viel Geld dagelassen. Du verdienst also nicht viel, aber jeder an Dich bezahlte Euro ist produktiv eingesetzt worden. Wenn Du dagegen irgendeinen Verwaltungsberuf machst, von dem alle Beteiligten sagen, dass er weitgehend überflüssig ist und nur existiert, weil es die Gesetzeslage so vorschreibt, dann ist das ein unproduktiver Job, weil eben niemand was davon hat, auch wenn Du zehnmal so viel verdienst wie der Friseur.
Ja, das ist, wie jeder vernünftige Mensch Produktivität sehen würde.
Die hier zitierten Menschen berechnen aber die Produktivität als BIP/Arbeitsstunden.
Wenn wir also mehr Geld im Kreis schieben (BIP steigt), dann steigt die Produktivität. Wenn die Gehälter von Pflegekräften steigen, dann brauchen deren Arbeitgeber mehr Geld, dass muss also irgendwie dahin geschoben werden. Das BIP steigt.
Ja. Das vornehmliche Problem in der Pflege ist nicht die Bezahlung, sondern die Arbeitsbedingungen.
Teils unmenschlicher Schichtdienst (24h-Schichten sind immer noch ein Ding), Überarbeitung, die Leute werden mit immer mehr Bürokratie zugeschissen, dass sie vor lauter Dokumentieren nicht mehr dazu kommen, ihre eigentliche Arbeit zu machen, dazu haben sie noch noch echte Verantwortung für Menschenleben und stehen damit permanent mit einem Bein im Knast.
Dass es natürlich trotzdem absurd ist, dass Leute, die effektiv nichts tun und keinerlei wirkliche Verantwortung haben, ein Vielfaches bekommen, nur weil sie einen tollen Titel haben, steht außer Frage.
4230 € sind halt nicht, was ich als “relativ gut” einordne.
Für einen Single sind das ~2.730 € netto, das ist ein kleines bisschen mehr als mein Gehalt als Programmierer bei 32h und 4-Tage-Woche. Der Abstand müsste viel größer sein - diese Zahl ist für mich eher wieder ein Beweis, dass wir gesamtgesellschaftlich viel zu wenig bekommen.
Edit: Mich würde tatsächlich mal interessieren, wieso ich dafür runtergevotet werde. 2.7k sind für mich nicht viel (und über 1.000€ gehen schon allein für die Miete drauf). Wenn ich Vollzeit arbeiten würde, wäre ich auf dem gleichen Niveau wie jemand der einen harten sozialen Beruf mit seinem Körper ausführt, während ich zu Hause nur in die Tastatur haue. In einer gerechten Welt sollten wir alle mehr Kohle bekommen, aber körperliche Berufe grundsätzlich mehr als Büroarbeiter. TAX THE RICH
Die Frage sei nicht, ob jemand zu wenig arbeite, sondern ob er an der falschen Stelle das falsche Ergebnis produziere. "Insofern ist die Frage zu bejahen. Das liegt aber nicht an den Mitarbeitern, das liegt daran, dass sich die Mitarbeiter mit Dingen befassen, die völlig unnötig sind, und dazu gehört wieder Bürokratie." (Hervorhebung von mir.)
Aus dem Wikipedia-Artikel:
Ein Bullshit Job ist eine Form der bezahlten Beschäftigung, die so vollständig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass sogar die Beschäftigten selbst die Existenz der Beschäftigung nicht rechtfertigen können, auch wenn die Beschäftigten sich durch ihre Arbeitsbedingungen gezwungen fühlen, dies nicht zuzugeben.
In dem Tagesschau-Artikel ist jetzt nicht explizit die Rede von schädlichen Jobs, aber das heißt ja nicht, dass die nicht trotzdem existieren.
Denken Sie an die vielen Menschen, die Berichtspflichten nachkommen im Auftrag von irgendwelchen Gesetzen, die Nachhaltigkeitsberichte schreiben. Hinzu kommen Beauftragte für dies und das.
Das ist was ich meine. Die Unternehmer schieben hier das "unnötige Jobs" Argument vor, um "unprofitable" Dinge wie Nachhaltigkeitsberichte nicht machen zu müssen.
Das ist m.M.n aber weder sinnlos, noch unnötig noch schädlich, laut Wikipedia Definition also kein Bullshit Job.
(Steht nicht explizit dort, aber Datenschutz-, Arbeitsschutz- Beauftragte) usw sind vielleicht in deren Augen ebenfalls Bullshit, aber haben alle ihre Daseinsberechtigung).
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