Auf 10 Jahressicht würde ich das Geld in einen ETF anlegen. Da man historisch von 7-8% Rendite pro Jahr ausgeht, würden sich eure Ersparnisse verdoppeln.
1,07 hoch 10 (1,07 * 1,07 * 1,07 …) = 1,97 = 97% mehr = das Doppelte. Also jedes Jahr 7% obendrauf. 10 Jahre mal 7% sind ja 70% und die 27% Unterschied dazu sind der Zineszinseffekt.
Wichtig ist dabei, wie teuer die Aktien sind. Das sind dann die Kosten, die euch die Ersparnis drücken. ZB. Bei 1% Gebühren würdet ihr nur noch 6% Renditen pro Jahr haben und das wären 1,06 hoch 10 = 1,79. Also nicht mehr das Doppelte.
Du siehst also, wie wichtig die Kosten sind. Da sie großen Einfluss auf den Zinseszinseffekt haben. Und der macht den Unterschied von Sparen zu Vermögensaufbau.
Deshalb macht man das am Besten mit ETF‘s, die sehr günstig in den Gebühren sind. Typische Sparkassenfonds kommen gerne mit 1-2% Gebühren, da Leute aktiv die Aktien verwalten (kaufen, verkaufen, anschauen, analysieren) Bei ETF kauft einfach ein Computeralgorithmus einen Index nach, der bestimmte Aktien als Schwerpunkt hat. Daher sind die Kosten sehr günstig. Mit 0,1 bis 0,5%.
Wichtig ist darauf zu achten, welcher Index - also Aktienschwerpunkt - nachgekauft wird. Es gibt thematische ETF‘s mit zB. Pharma oder Länderspezifische wie China. Da nur Profis wissen, wie und was sich positiv entwickelt und was vermutlich absacken wird, sollte man da als Anfänger die Finger von lassen. Daher solltet ihr es euch einfach machen und einen ETF kaufen, der breit gestreut ist und entweder die ganze Weltwirtschaft abbildet (World-ETF) oder den größten Teil des Aktienmarktes (S&P500 für die USA).
Dazu sollten die ETF‘s Thesaurierend sein, physikalisch replizierend (keine swaps) und ein großes volumen haben. Details dazu auf Nachfrage. Diese ETF‘s passen dazu:
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Amundi Core MSCI World ETF (Welt ETF)
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iShares S&P 500 ETF (USA ETF)
Dann solltest du darauf achten, bei welcher Bank ihr euer Depot eröffnet. Auch hier können einige Kosten entstehen. Denn die Banken unterscheiden sich in jährlicher Gebühr und in Kosten für den Kauf von Aktien (Ausgabeaufschlag). Günstig sind hier idR die Direktbanken/ Internetbanken.
Bei euerem Depot unbedingt den Freistellungsauftrag für die Kapitalertragssteuer auf Maximum setzen (1000€ Zinsen und Aktienerträge pro Person im Jahr sind steuerfrei)
Wenn ihr das Depot und Aktien gekauft habt, dann nicht mehr anfassen. Am Besten vergessen und nach 10 Jahren drüber freuen.
- Unter keinen Umständen bei einem Aktienkursknick panisch verkaufen. Kursknicks bitte aussitzen
- Keine Einzelaktien kaufen. Das ist pures Glücksspiel
- Keine übermäßige Aktivität mit Kauf und Verkauf. Es wird nicht besser. Wir sind einfach alle nur Noobs in dem Game
Die Aktienkurse kennen seit dem Lehman-Crash 2008 nur noch den Weg nach oben. Es wurde damals so viel Geld indirekt den Überreichen gegeben, dass die gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld. Das drückt die Preise von Aktien, Gold, Land, Immobilien nach oben. Klar es gibt mal Knicks, aber es geht nach oben. Da ich diese Welle mitsurfe, bin ich ein wenig wohlhabend geworden. Ohne mehr zu machen, als Aktien zu kaufen. Es ist verrückt, aber mit Aktien-ETF‘s wirst du immer vermögender. Viel Erfolg wünsche ich euch.
Disclaimer: Keine Vermögensberatung. Nur aus eigener Erfahrung geschrieben
Edit: Dann noch ein Nachtrag, weil ich den anderen Thread gelesen habe. Schaut auch nach dem Einzug ins Haus/ Wohnung auf eure laufenden Kosten. Viel Geld kann beim Essen und Urlaub gespart werden, ohne große Abstriche in der Lebensqualität. Also wenig Restaurantbesuche, wenig Kantine, wenig Fertigessen. Eher viel selber Kochen, einfrieren und auch Mitnehmen anstatt vor Ort kaufen. Urlaub lieber eine Ferienwohnung anstelle Hotel, All-in-Hotel oder Pauschreise.
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