Akademiker ist schon eine sehr breite Kategorie. Ein Bachelor of Arts ist genauso Akademiker wie ein Bachelor of Science ebenso ist ein Prof. genauso ein Akademiker wie eben ein Bachelor. Eine verallgemeinerte Aussage finde ich da sehr riskant, vorallem da der die einzige Gemeinsamtkeit eine mindest Bildung ist. Ich kann aus Erfahrung auch sagen, dass unterschiedliche Richtungen, zum Beispiel Arts und Science sehr verschieden sind, auch politisch zumindest in der Angehensweise. Also wenn man so weit veralgemeinert seh ich die Homogenität nicht. Innerhalb bestimmter Richtungen kann es durchaus zu Gemeinsamkeiten kommen, dass ist relative normal. Ich kann mir schon vorstellen, dass Akademiker eine etwas gefestigtere Meinung haben können, dies kann jedoch auch im positiven Sinne sein, das heißt, dass sie nicht so anfällig für, zum Beispiel, populistische Einflussnahme sind. Meiner Sicht nach lernt man unter anderem an der Uni, dass man zwar einerseits viel aus Diskussionen lernen kann, diese für Anregungen und neue Perspektiven notwendig sind jedoch auch im privaten Verdaut werden müssen, das macht die Meinungsbildunge oder besser eine Meinungsumorientierung vielleicht etwas träger.
Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass hier vor allem ein natürlicher Bias vorliegt. Es sind halt auch generell hauptsächlich Akademiker die in solchen Debatten gefragt werden. Natürlich sind es auch Akademiker die diese Fragen in der Forschung behandeln. An Universitäten trifft man halt Akademiker an. Und auch Politiker sind überdurchschnittlich oft Akademiker auch wenn dass eine ganz andere Klasse von Akademikern ist im Vergleich zu denen die man an der Uni antrifft.
Ein gewisses Bewusstsein dafür, dass man sich natürlich in bestimmen Umfeldern bevorzugt bewegt bzw. aus entsprechen Gründen befindet und eine damit einhergehende Perspektive und Berührung die eigen Meinung entsprechend prägen kann sollte natürlich im allgemeinen immer da sein.