Ich würde mal eine Alternative Interpretation vorschlagen:
"Gen Z regelt" ist das Sentiment, dass hinter allen "Lösungen" die die Politik gerade für die multiple Krisen anbietet.
- Es ist Krieg? Genz soll in der Wehrdienst
- Die Rente geht vor die Hunde? GenZ soll zusätzlich zur Finanzierung der jetzigen Rentner AUCH NOCH privat Vorsorgen UND einen Aktienfonds aufbauen um zukünftigen Generationen nicht das gleiche Problem zu hinterlassen. GenZ soll sich um die letzte, die nächste, und die eigene Generation kümmern
- Es fehlen Fachkräfte? GenZ soll (und hat!) den höchsten Beschäftigungsgrad bisher erreichen
- Die Pflege geht vor die Hunde? Pflegezuschüsse werden zusammengekürzt, Vergütung und Rentenansprüche für Pflege Zuhause wird zusammengestrichen, Pflegegrade werden schwerer gemacht anerkannt zu bekommen
Ich könnte noch weiter machen aber der Punkt ist hoffentlich klar geworden. "GenZ regelt" ist das was die Politik immer wieder fordert ohne es so auszusprechen weil sie dafür nicht mal die Anerkennung hergeben will die GenZ verdient hätte.
Und jetzt ein bisschen Meta: Dass sich alle anderen erstmal ausgeschlossen fühlen, geradezu als Gegner, nur weil irgendwo GenZ draufsteht ist doch komisch.
Wenn irgendwo für Palestina, Kuba, Rojava, Sudan, etc etc demonstriert wird, dann fühlt sich Robert bestimmt nicht als Gegner angesprochen.
Wenn irgendwo für die Rechte von Kindern demonstriert wird sind auch alle eingeladen.
Wenn die Kulturszene gegen Kürzungen auf die Straße geht sind auch alle eingeladen die kein Theater spielen.
Aber wenn die GenZ auf die Straße geht und sagt: Ihr ladet uns zu viel auf ohne irgendwas zurückzugeben, dann ist das auf einmal Spaltung und problematisch?