Normal bei schweren Maschinen mit Schaltgetriebe. Bei Land-und Baumaschinen gerne auch mit gleich vielen vorwärts- und Rückwärtsgängen, weil der Rückwärtsgang in ein separates Wendegetriebe ausgelagert ist und auf alle anderen Gänge wirkt. Bei manchen Maschinen ist die Anzahl der damit schaltbaren Rückwärtsgängen gesperrt (Rückwärtsgang lässt sich nur in niedrigen Gängen einlegen), weil es in der Regel nicht sinnvoll ist, sehr schnell rückwärts zu fahren.
Wie schon mehrere Andere gesagt haben, wird das realisiert über mehrere Getriebe in Reihe, dadurch multipliziert sich die Anzahl der schaltbaren Gänge, das ist das gleiche Prinzip wie bei Kettenschaltung am Fahrrad. Im Endeffekt spart man dadurch gegenüber der tatsächlich vorhandenen Anzahl an Fahrstufen physische Gänge ein.
Ein Getriebe mit insgesamt je schaltbaren 32 Vorwärts- und Rückwärtsgängen kann man so mit nur 12 physischen Gängen bauen: 4 Gänge Vorgelege, 4 Gänge Schaltgetriebe, 2 Gänge Splitgruppe, 2 Gänge (vorwärts/rückwärts) Wendegetriebe.
So viel Rühren ist das bei normaler Benutzung auch nicht, denn man schaltet nur die Gänge, die man für die aktuelle Situation braucht. Gewünschten Geschwindigkeitsbereich/Zugkraft im Vorgelege einlegen, danach muss man nur noch im normalen Schaltgetriebe schalten, und kann bei geringer Last auch Gänge überspringen. An Steigungen bzw. beim Beschleunigen unter Last muss man ggf. die Splitgruppe benutzen, wenn die Abstufung zwischen den Gängen zu grob ist.