Das ist imo ein Punkt, welcher der SPD geschadet hat. Mit Oppositionsarbeit wäre sie möglicherweise weniger unbeliebt.
Das haben sie über mehrere Wahlperioden wiederholt: Oh, das kam beim Wähler nicht gut an? Ja, das selbe nochmal! Diesmal klappt's bestimmt!
Koalition und durchregieren scheint effizienter oder zumindest leichter zu sein, als sich für jeden Vorschlag neu eine Mehrheit zu suchen. Ich frage mich, ob sie ohne Koalition und Abstimmungszwang gar nicht regieren könnten?
In großen Teilen ist das was die CDU tut, für mich nicht tragbar. CDU als Platzhalter für eine Partei deren Werte ich nicht teile. Und wenn eine andere Partei diese Bestrebungen trotz Bauchschmerzen mit trägt (Koalition), ist sie für mich nicht wählbar. Auch wenn diese Koalition ein für mich günstigeres Regierungsergebnis erzielen würde, als die CDU allein. Da ist ein Knoten den ich für mich nicht auflösen kann. Meine Wahlentscheidung ist nicht logisch, aber ich tue es trotzdem.
Wenn ich jetzt nur Parteien wähle, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit der CDU regieren werden, werde ich nur vertreten, wenn diese Partei eine Koalition findet. ( Erinnerung: CDU ist Platzhalter ) Oder wenn es keine fixen Koalitionen gibt und man sachbezogen abstimmt.
Koalitionszwang ist für mich mit meinen Wahlentscheidungen daher problematisch.
E: hab den Kommentar umgeschrieben. Ich widerspreche mir im Vergleich zu vorher nicht. Es sind weitere Aussagen hinzu gekommen.