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Wehrdienst: Ex-General Klaus Naumann erwartet allgemeine Dienstpflicht
(www.t-online.de)
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Ist das etwas Positives? Ich hab eher die Erfahrung gemacht, auch beruflich, dass man vor allem schamlos ausgenutzt wird wenn man sich auf sowas einlässt. Im Gegenteil kommt man doch eigentlich nur vorran wenn man konsequent seine eigenen Interessen verfolgt. Ich habe z.B. noch nie erlebt das jemand für gute Arbeit signifikant befördert wurde, sondern immer nur durch strategisches Ausnutzen (Erpressen?) günstiger Umstände.
Das gilt schätze ich aber lässt sich auch anders und mit deutlich weniger persönlichen Opfern erreichen.
Wer sich in Frustrationstoleranz üben will dem kann ich nur den Weg durchs Bildungssystem empfehlen, z.B. das Promovieren in einer Naturwissenschaft. Graue Haare kann man da auch kriegen, aber im Gegensatz zur Bundeswehr bekommt man dazu noch einen gefragten Abschluss.
Natürlich muss man hier Differenzieren. Einfach mal machen soll natürlich nicht heißen, immer ohne Hirn jede Anweisung ausführen. Mitdenken gehört schon auch dazu. Es ist nur leider so, dass heute sehr oft und viel zu viel Diskutiert wird... und oft unnötig. Wenn jemand sagt: Spring von der Brücke, dann wirst du das natürlich nicht machen... Wenn mein Chef sagt, kannst du dir bitte mal den Drucker anschauen, du kennst dich doch mit IT aus, dann sag ich nicht: Nö, das steht nicht in meinem Arbeitsvertrag.
Ich hoffe du verstehst, was ich meine...
Bei mir war Wehrdienst halt noch Pflicht und diese Dinge hast du halt gemacht. Kameradschaft war einfach wichtig, da du nur in der Gruppe ans Ziel gekommen bist. Du hattest starke und schwache Menschen und musstest einfach zusammenarbeiten.
Ja, ist natürlich toll wenn man sich den Wehrdienst sparen kann bzw. es keine Pflicht mehr dazu gibt. War bei mir eben nicht der Fall. Ich hätte die Zeit auch gerne anders verbracht, aber wie ich schon sagte, die Zeit hat auch durchaus Positives gehabt.
Ja den Standpunkt kann ich schon verstehen. Trotzdem lese ich raus das eben vor allem die Pflicht im Vordergrund stand und du einen anderen Weg genommen hättest wenn du frei hättest entscheiden können.
Verstehe ich schon. In der Realität wirst du in den Köpfen der Kollegen dann aber schnell der Druckerbeauftragte der bei jedem Papierstau gerufen wird weil man sich selber nicht so gerne die Finger am Toner schmutzig macht 🙂 ich meine: man muss sehr bewusst aufpassen wo man seine Zeit reinsteckt und wenn der Druckerdienst überhand nimmt muss man das auch hart ablehnen oder wenigstens in Sachen Drucker strategisch genauso inkompetent werden wie die anderen Kollegen auch. Und solche Themen und Aufgaben gibt es halt im Berufsleben zuhauf, man muss aus Selbstschutz darauf achten dass sich Geben und Nehmen immer die Waage halten.
Man könnte auch argumentieren, dass dich dieser Skill ein Stückchen unverzichtbarer macht für den Chef... aber klar, natürlich sollte man nicht den Dummi für Alles spielen!
Aber selbst das lernst du bei der BW... da laufen so viele Möchtegern-Alphas rum, die sich auf ihren Rang was einbilden und so hart auf dicke Hose machen, das ist schon fast lustig. Da steht dann der 1,50 Feldwebel vor dir und möchte dich belehren, was doch alles falsch gelaufen ist und nicht nach Vorschrift. Hier bekommt man mit der Zeit ein gutes Gefühl was nur heiße Luft ist und was wirklich Gewicht hat.
Also nochmal, ich verstehe den grundsätzlichen "Hass" auf die BW nicht...