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Wo früher Rotorblätter für die Energiewende gefertigt wurden, sollen bald Panzersegmente für die „Zeitenwende“ entstehen. Die Beteiligten geben sich zugeknöpft. Rostock hat aber offenbar Bedingungen gestellt, darf nun aber auf Millionen an Steuern und 150 neue Jobs hoffen.

Baut Liebherr in Rostock bald nicht nur die weltweit größten Hafenkrane, sondern auch Teile für Panzer? Nach OZ-Informationen verhandelt das Unternehmen über einen Kauf des ehemaligen Rotorblattwerkes von Nordex im Rostocker Nordosten. Dort sollen dann die „Wannen“ für Schützenpanzer gefertigt werden.

Die Beteiligten geben sich auf Nachfrage zugeknöpft. Aus mehreren Quellen heißt es jedoch, der Deal stehe kurz vor Abschluss. Und er könne Rostock nicht nur eine dreistellige Zahl neuer Jobs, sondern auch hunderttausende Euro pro Jahr für die Stadtkasse bescheren: Denn Liebherrs neue Verteidigungssparte soll ihren Firmensitz an der Warnow haben. Eine Sprecherin von Liebherr sagt bislang lediglich, man suche einen Standort für die neue Verteidigungssparte in MV.

Werkshallen stehen seit fast vier Jahren leer

Der Windradbauer Nordex hatte vor ziemlich genau vier Jahren die Produktion von Rotorblättern an der Hinrichsdorfer Straße eingestellt, 600 Mitarbeiter mussten gehen. Jetzt bestätigt Rostocks größtes börsennotiertes Unternehmen lediglich, dass man sich in Verkaufsverhandlungen für die riesigen Hallen mit jeweils mehreren tausend Quadratmetern befinde – nennt aber keine Namen.

Zuletzt waren in den Hallen von einem österreichischen Unternehmen Module für die Inneneinrichtung der neuen Zollhochschule in Rostock-Lichtenhagen gefertigt worden.

Auch Liebherr selbst nennt keine Details, bestätigt nicht mal den Standort Rostock. Richtig sei aber, dass das Familienunternehmen „zur Bündelung der Kompetenzen für die Sicherheits- und Verteidigungsbranche die Liebherr Defense Germany GmbH gegründet“ habe.

„Zu den Hauptaufgaben der Gesellschaft zählen zukünftig die Entwicklung und Fertigung sowie der Vertrieb und Service von Produkten für den Verteidigungssektor“, sagt Larissa Lunitz, Sprecherin der Liebherr International AG mit Sitz in Nussbaumen (Schweiz).

Liebherr baut schon für das Militär

„Liebherr schafft derzeit die Voraussetzungen für eine Systempartnerschaft mit der Verteidigungsindustrie und leitet den Aufbau von Fertigungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern in die Wege“, so Lunitz. „Zu möglichen Gesprächen mit unseren Geschäftspartnern und zu möglichen Projekten äußern wir uns derzeit nicht.“

Liebherr ist im Bereich Verteidigung bereits mit mehreren Tochterfirmen aktiv, baut unter anderem Teile für Luftbetankungssysteme und auch Motoren für die Schützenpanzer Lynx und Marder.

In Rostock sollen nun nach OZ-Informationen Teile für neue Schützenpanzer des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS gebaut werden. KNDS reagiert zunächst nicht auf eine OZ-Anfrage.

Rostock stellt Bedingungen

Den Kontakt zwischen Liebherr und Nordex sollen bereits im Oktober auf der Immobilienmesse Expo Real in München Verantwortliche der Hansestadt vermittelt haben. Sowohl der Wirtschaftsförderer Rostock Business als auch das Rostocker Rathaus sowie das Wirtschaftsministerium in Schwerin verweisen darauf, dass Gespräche zu Ansiedlungen grundsätzlich vertraulich seien.

Liebherr soll zudem Flächen von der Hansestadt benötigen. Bedingung aus dem Rathaus: Die Verteidigungssparte soll ihren Firmensitz an der Warnow haben und hier auch Gewerbesteuer zahlen. Und: Rostock darf mit bis zu 150 neuen Jobs rechnen, heißt es.

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"YES AI CAN ist ein innovatives Festival, das sich mit der Schnittstelle zwischen Künstlicher Intelligenz und Kunst auseinandersetzt. Es bietet internationalen Künstler:innen eine Plattform, ihre Arbeiten zu präsentieren und einen Dialog über die Auswirkungen von KI auf die Gesellschaft zu führen. Die Kunsthalle Rostock beteiligt sich mit einer für die Sammlung neu erworbenen Videoarbeit „Betonschiff ohne Namen“ des renommierten Künstlers Carsten Nicolai, welches wiederum als Auftragsarbeit für das Volkstheater Rostock entstand. Carsten Nicolai, 1965 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz geboren, arbeitet seit den 1980er Jahren als bildender Künstler. Einen weltweiten Namen machte er sich mit elektronischer Musik, die auch in der Videoarbeit ein wichtiges Gestaltungsmittel ist. Grundlage seines Videos ist ein imposantes Betonschiff, das wie ein steinerner Wal im flachen Wasser in der Wismarer Bucht bei Redentin auf einer Sandbank in der Ostsee festsitzt. Die Kunsthalle Rostock kooperiert im Rahmen des Festivals mit dem Volkstheater Rostock und präsentiert dort die Videoarbeit von Carsten Nicolai." - kultur-mv.de

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In Rostock sollen Hundehalter künftig unter bestimmten Bedingungen von der Hundesteuer befreit werden. Für wen die Ausnahme gilt und welche Besonderheiten zu beachten sind.

Sie heißen Pablo, Frieda oder Loki – und warten teilweise seit Jahren auf ein liebevolles neues Zuhause. Im Tierheim Schlage (Landkreis Rostock), dem größten des Landes, sitzen regelmäßig bis zu 45 Hunde verschiedenster Rasse, die auf Vermittlung hoffen.

Doch die wird immer schwerer. Denn Tierhaltung kostet Geld. „Wir haben auch Senioren, die ihre Hunde abgeben müssen, weil die Rente nicht mehr reicht“, erzählt Viktoria Mehlig, die im Tierheim Schlage als Hundetrainerin arbeitet.

Stadtverwaltung hat Steuerbefreiung zugestimmt

In Rostock könnte es für Hundehalter nun aber bald Entlastung geben. Wer sich einen Hund aus dem Tierheim in Schlage holt, soll drei Jahre lang keine Hundesteuer zahlen müssen. Einen entsprechenden Antrag der Rostocker Grünen hat die Stadtverwaltung bereits befürwortet. Nun muss am 22. April nur noch die Bürgerschaft zustimmen, damit die Änderung noch rückwirkend zum 1. Januar 2026 greift.

„Die Steuerentlastung soll ein Anreiz sein, sich vielleicht doch für einen Hund aus dem Tierheim zu entscheiden, bevor man zum Züchter geht“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Felix Winter. Ziel seien vor allem das Tierwohl und die Erhöhung der Vermittlungsquote. „Das ist keine Kritik am Tierheim, wo sich die Menschen liebevoll kümmern. Aber ein privates Zuhause ist für die Hunde natürlich immer schöner“, sagt Winter.

108 Euro Ersparnis pro Jahr für Hundehalter in Rostock

Aktuell müssen Hundehalter in Rostock für den ersten Hund pro Jahr 108 Euro Steuer zahlen. Für den zweiten Vierbeiner sind es 144, für jeden weiteren Hund 168 Euro im Kalenderjahr. Steuerbefreiungen gibt es bisher nur für Assistenzhunde, Blindenführhunde, Diensthunde, Sanitäts- oder Rettungshunde.

Dass auch Halter von Tierheimhunden von der Steuer befreit werden, gibt es bereits in einigen anderen Städten, zum Beispiel Magdeburg. Die Hamburger Bürgerschaft hat eine solche Entlastung gerade beschlossen – ab 2027 und ebenfalls für eine Dauer von drei Jahren. Ein Argument dafür war auch, die Tierheime zu entlasten, die dauerhaft an der Kapazitätsgrenze sind. Erfahrungen aus Städten wie Berlin hätten gezeigt, dass dieser finanzielle Anreiz positive Auswirkungen auf die Vermittlungszahlen hat.

Und das ist nicht nur positiv für die Tierhalter, sondern auch für den kommunalen Haushalt. In Rostock zahlt die Stadt neben einer pauschalen Jahressumme für Fundtiere auch noch 21 Euro pro Hund und Tag für die Unterbringung der Vierbeiner. Werden durch die Steuerbefreiung mehr Tiere vermittelt, könnte das auch den Haushalt entlasten, heißt es in der positiven Stellungnahme aus dem Rathaus.

Vierbeiner bleiben manchmal sogar lebenslänglich im Heim

Viktoria Mehlig findet den Vorschlag der Grünen ebenfalls sinnvoll. „Alles, was mit Blick auf die Kosten für Tierhalter unterstützend wirkt, ist sinnvoll“, sagt die Hundetrainerin. Sie wünschte sich deshalb, dass es auch bei den „extrem gestiegenen“ Tierarztkosten Entlastungen gibt, zum Beispiel durch Rabatte bei Versicherungen. Auch wenn das nicht in der Hand der Stadt liegt.

Aber viele der Tierheim-Hunde, die als schwerer vermittelbar gelten, sind bereits älter und haben besondere Betreuungs- oder Behandlungsbedarfe. „Wir hatten einen Hund, der ist 14 Jahre geworden und war zwölf Jahre davon bei uns“, nennt die Tierfreundin ein besonders krasses Beispiel.

Bei Welpen gehe die Vermittlung meist relativ schnell. Genau wie bei Hunden, die sich problemlos in den Alltag integrieren lassen, also beispielsweise mit Wohnungshaltung und Kindern klarkommen. Wenn ein Hund in weniger als einem Jahr ein neues Zuhause findet, gilt das für Mehling und ihre Kollegen schon als schneller Erfolg.

Oft bleiben die Hunde aber jahrelang oder sogar lebenslänglich in Schlage. Deshalb hoffen auch die engagierten Mitarbeiter vom Tierschutz, dass die Steuererleichterung hilft, mehr Hunde zu neuen Haltern zu bringen.

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Wie kommt der Strom aus der Steckdose? Wo lässt sich ein kleiner Dinosaurier aus dem Sandbett buddeln? Und wie funktionieren Explosionen und Hightech-Gadgets in James-Bond-Filmen? Wer auf solche und ähnliche Fragen Antworten sucht, ist bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 23. April in Rostock genau richtig.

Innenstadt rückt in den Fokus

An diesem Tag öffnen nämlich die Universität Rostock und zahlreiche Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen zwischen 16 und 22 Uhr ihre Türen für Neugierige aller Altersgruppen. Kostenfrei und ohne Anmeldung.

Der Hauptveranstaltungsort ist der Campus Südstadt in der Albert-Einstein-Straße, doch auch in der Innenstadt und an weiteren Standorten gibt es laut Robert Uhde von der Agentur Sphinx ET viel zu entdecken und auszuprobieren. Uhde, welcher die Lange Nacht seit vielen Jahren in Kooperation mit der Uni und weiteren Partnern organisiert, freut sich besonders, dass „nach mehreren Jahren mit starker Präsenz in der Südstadt“ nun die „Rostocker Innenstadt in den Fokus rückt“.

Beteiligt seien dieses Mal unter anderem die Anatomie, das sanierte Gebäude „Philosophikum“, die Theologie am Universitätsplatz sowie Einrichtungen von den Altertumswissenschaften bis zur Hochschule für Musik und Theater (HMT). „In der Jakobipassage sind interaktive Formate geplant, die Zoologie ist wieder dabei.“ Die Altertumswissenschaften in der Schwarzen Straße bereiten Aktionen für Kinder vor, bei denen „ein kleiner Dino im Sandbett“ zu finden ist.

Schwerpunkt Buchdruck

Dabei soll die Lange Nacht der Wissenschaften 2026 mit mehr als 250 Beiträgen laut Uhde etwas größer ausfallen als im Vorjahr. Auch bei den Besucherzahlen möchte der Veranstalter zulegen: 5000 Besucher kamen 2025, 6000 Besucher werden 2026 erwartet.

Der Grund für den angepeilten Zuwachs sei das Jubiläum „550 Jahre Rostocker Buchdruck“, das sich im Programm der Universitätsbibliotheken deutlich widerspiegelt. „Allein die Bibliothek hat in diesem Jahr über 25 Beiträge“, so Uhde. Geplant seien spezielle Führungen vom Hauptgebäude aus in Buchdepots und Bereiche, die sonst nicht öffentlich zugänglich seien. „Auch im Michaeliskloster und in der Universitätsbibliothek in der Südstadt sind Ausstellungen, Präsentationen und Führungen vorgesehen“, betont Uhde. Die Buchdruck-Ausstellung im Kulturhistorischen Museum, die seit Ende März läuft, sei aber kein zusätzlicher Programmpunkt der Langen Nacht.

Eigener Medizin-Campus ab 2027

Da das bundesweite Wissenschaftsjahr 2026 unter dem Motto „Medizin der Zukunft“ steht, sind entsprechende Angebote auch bei der Langen Nacht der Wissenschaften an mehreren Standorten in Rostock eingeplant, vor allem in der Südstadt. Laut Uhde soll es ab 2027 auch wieder einen eigenen Medizin-Campus im Rahmen der Langen Nacht geben. Die Entscheidung sei vom Dekanat getroffen worden.

Für Familien hat der Organisator dann noch einen Spezial-Labor-Tipp: „Im Inkubator des Forschungsverbundes, Strandstraße 95, können Kinder ab etwa sechs Jahren experimentieren; für ältere Kinder gibt es erweiterte Formate.“

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Klare Haltung gegen rechtsradikale Hetze zeigen, können Rostocker nun mit ihrem Gesicht. Denn wie die Stadt mitteilt, macht die Initiative „Gesichter Gegen Rechts“ am 23. April Station in der Hansestadt.

Wer mitmachen will, kann von 14 bis 18 Uhr zum Fotoshooting in der Rostocker Stadtbibliothek in der Kröpeliner Straße 82 kommen. Wer nicht so flexibel ist, meldet sich über das Buchungstool unter gesichtergegenrechts.org für das Shooting an. Eine Anmeldung ist aber nicht zwangsläufig erforderlich, heißt es vonseiten der Stadt.

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Die Polizeiinspektion Güstrow hat die Kriminalstatistik 2025 für den Landkreis Rostock vorgelegt. Demnach ist die Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken. 2025 wurden 4.434 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert, 2024 waren es noch 4.535. Das entspricht auch dem Trend in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt.

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Deutlich weniger Delikte durch Cannabis-Legalisierung

Insgesamt erfasste die Polizei im Landkreis 9.699 Fälle, das ist ein Minus von 4,5 Prozent. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 63,4 Prozent. Deutlich rückläufig waren Straftaten nach sogenannten „strafrechtlichen Nebengesetzen“ (minus 30,7 Prozent). Dazu zählt auch das Betäubungsmittelgesetz. Die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland seit dem 1. April 2024 trug maßgeblich zu diesem Rückgang bei. Die Zahl der strafbaren Delikte sank deshalb von 604 im Jahr 2024 auf 369 im Jahr 2025.

Diebstähle nehmen mit rund 29 Prozent den größten Anteil an den Delikten ein, gingen aber um 7,9 Prozent auf 2.588 zurück. Bei Diebstählen unter erschwerenden Umständen – etwa Einbrüche, Bandendiebstähle oder Diebstähle mit Waffen – verzeichnet die Statistik ein Minus von 17,2 Prozent.

Besonders rückläufig waren Einbrüche in Büros und Werkstätten (minus 26,9 Prozent auf 79 Fälle), in Gaststätten, Hotels und Pensionen (minus 64,9 Prozent auf 13 Fälle) sowie Wohnungseinbrüche (minus 21,2 Prozent auf 82 Fälle).

Vorsicht: Diebstähle aus Fahrzeugen oft in Strandnähe

Auch Fahrraddiebstähle sanken um 4,5 Prozent auf 293 Fälle. Ebenso gingen Ladendiebstähle um deutliche 9,6 Prozent auf 558 zurück. Im Bereich Kraftfahrzeuge registrierte die Polizei 21 entwendete Autos und 37 entwendete Krafträder und Mopeds, das sind drei Fälle mehr als im Vorjahr.

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45 Prozent der Sexualstraftäter sind unter 18 Jahren

Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg besonders deutlich um 36,9 Prozent auf 334 Fälle. Den größten Anteil haben Delikte im Zusammenhang mit der Verbreitung pornografischer Inhalte. „Auffällig hierbei ist das junge Alter der Tatverdächtigen: 45 Prozent sind unter 18 Jahre alt und bei jedem fünften Fall gilt sogar ein Kind unter 14 Jahren als tatverdächtig“, heißt es von der Polizeiinspektion Güstrow.

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Deutliche Mehrzahl der Täter ist männlich und deutsch

Insgesamt wurden 4.430 Tatverdächtige im Landkreis Rostock 2025 erfasst. Etwa 28,5 Prozent davon sind weiblich. 20,4 Prozent besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zu diesem gut einem Fünftel der Tatverdächtigen gehören häufig Personen aus der Ukraine, Syrien, Polen und Rumänien.

22,6 Prozent der Tatverdächtigen sind bis 21 Jahre alt. 124 Personen fielen mit fünf oder mehr Straftaten auf. Die Polizei betont, dass sich Kriminalität zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Für die Bearbeitung komplexer Sachverhalte sei eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Behörden und sozialen Einrichtungen erforderlich.

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Der neue evangelische Pastor in Warnemünde lebt mit seinem Ehemann. Vorbehalte in der Gemeinde spürt er nicht. Nach dem Umzug laufen nun die Vorbereitungen auf das Osterfest.

Es ist viel zu tun. „Allein 50 Buchkisten müssen noch ausgepackt werden“, sagt Stephan Fey (51) in legerer Arbeitskleidung. Die Bücher gehören ihm und seinem Ehemann Dirk. Seit dem 1. Oktober 2025 ist Stephan Fey der neue evangelische Pastor in Warnemünde – nun sind die beiden endlich im Pfarrhaus im Ostseebad angekommen.

Gelebtes Zeichen für Toleranz

Ein gelebtes Zeichen für Offenheit und Toleranz in der evangelischen Kirche sozusagen. Zumal Dirk Fey als Propst in der Nordkirche im Einsatz ist. In den Sommerferien wird er sein Büro in die obere Etage des Pfarrhauses verlegen. Stephan Fey ist stärker im Gemeindehaus am Kirchenplatz präsent. „Wir erleben eine breite Akzeptanz in der Gemeinde und spüren keinen Gegenwind“, sagt Fey über seine offen gelebte Homosexualität. Unterschiedliche Haltungen könne er aber auch respektieren. Für ihn geht es in seinem Dienst um eine „ganzheitliche Ansprache der Menschen“ und um „ein Miteinander, das Vielfalt einschließt“.

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Im „Post@Prünkist”-Geschäft der Rostockerin Franziska Münchow-Konieczny bilden sich lange Schlangen und stapeln sich die Pakete. Seit die große Post am Neuen Markt geschlossen hat, ist die Belastung hier extrem gestiegen. Jetzt zieht die Unternehmerin die Reißleine.

[...]

„Ich bin wirklich am Ende. So, wie es ist, geht es nicht mehr weiter“, sagt die Unternehmerin verzweifelt. Vor 15 Jahren hatte sie sich bereit erklärt, in ihrem Handarbeitsladen „Prünkist“ auch Dienstleistungen der Post mit anzubieten. Mittlerweile sogar in einem eigenen kleinen Laden an der Ecke Schnickmannstraße.

Doch nachdem die Post am Neuen Markt schloss, hat sich die Belastung bei der kleinen Partnerfiliale so erhöht, dass Franziska Münchow-Konieczny jetzt die Reißleine zieht. „Zu Ende Juni habe ich gekündigt“, sagt sie traurig. „Vor allem, weil es sich wirtschaftlich überhaupt nicht lohnt.“

Im Gegenteil: Neben ihrer Arbeitsleistung hätte sie allein im vergangenen Jahr gut 10.000 Euro für den Paketshop draufgezahlt. Der ganze Stress würde ihr auch gesundheitlich zusetzen. „Und das mache ich nicht mehr weiter mit. Jetzt ist Schluss.“

Von der Post bekäme sie monatlich ein Fixum. „Das konnte ich sogar schon mal nachverhandeln“, erzählt Franziska Münchow-Konieczny. Dazu kämen noch Centbeträge pro Paket.

Dennoch reiche dieses Geld nicht mal aus, eine Angestellte mit Mindestlohn für die notwendigen Öffnungszeiten zu bezahlen. Ganz zu schweigen von Miet- und Nebenkosten für den Laden.

Das Argument der Post, dass die Partnerfilialen dadurch profitieren, dass mehr Laufkundschaft in die Läden kommt, lässt die Rostockerin nicht gelten. „Denn wenn bei mir eine Schlange steht, die gefühlt bis Lütten Klein reicht, hat hier niemand mehr Lust, noch Socken oder einen Deko-Frosch zu kaufen“, so Franziska Münchow-Konieczny.

Archiv: https://pastebin.com/vBDZMzz5

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Der Hort „Flotte Waldkäfer“ in Rostock ist von Schimmel befallen. Die Stadt weiß um den maroden Zustand des Gebäudes, hat bisher aber keine Lösung für die Schüler geschaffen. Eltern sind entsetzt, dass ihre Kinder in den unsanierten Plattenbau zurückkehren sollen.

Betrieben wird der Hort vom Deutschen Roten Kreuz Rostock, Eigentümerin ist jedoch die Stadt. Anfang Februar hatten Horterzieherinnen Verfärbungen im Treppenhaus bemerkt, gemeldet und zeitnah alle aus dem Gebäude geholt. Ein Raumluftgutachten ergab, dass alle Räume im Hort von Schimmel befallen sind, wie der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) bestätigt. „Aus Gründen des Gesundheitsschutzes wurde der Hort sofort geschlossen“, sagt Arndt Draheim, KOE-Sprecher.

Seit Wochen werden alle Oberflächen und Möbel gründlich gereinigt und neue Luftmessungen durchgeführt. Sobald diese Werte zulässig sind, soll der Hort wieder genutzt werden – womöglich schon in der kommenden Woche, wie das DRK sagt. Der Bastelraum wird aber bis auf Weiteres gesperrt bleiben.

„Keiner schickt mit ruhigem Gewissen sein Kind dort wieder rein“, sagt Vater Tobias Scherf. Zumal: Die Nutzung des Gebäudes ist nur noch bis Ende 2026 zulässig – dann ist es zu alt. „Es macht mich wütend“, sagt Mutter Josphine Belling. Stadt und DRK wüssten schon lange, dass der Hort nicht mehr nutzbar sei. „Für die Kinder wollen sie kein Geld in die Hand nehmen.“

Archiv

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Archiv: https://web.archive.org/web/20260317133734/https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/immer-mehr-ukrainer-in-rostocker-gastronomie-wollte-unabhaengig-vom-buergergeld-sein-OMTPJFBBHNG57NXTISF6NIXFJM.html

Die Gastronomie in MV erlebt schwierige Zeiten: Personalmangel, saisonale Schwankungen und hoher Arbeitsdruck prägen den Alltag vieler Betriebe. Einige Restaurants und Cafés kürzen ihre Öffnungszeiten.

Unterstützung erfährt die Branche von Menschen, die aus verschiedenen Gründen nach MV gekommen sind und hier Arbeit suchen. Zu ihnen gehören Krystyna Tsiomashko und Mariia Kolesnyk aus der Ukraine. Wegen Russlands Angriffskrieg verließen sie 2022 ihre Heimat Richtung Rostock.

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Zu den Funden kam es bei Arbeiten rund um die Erneuerung des Brandschutzes in einem Hauskeller an der L22 im März. Dafür hatten Bauhelfer Patrick Schülke (38) aus Dargun und seine Kollegen unter anderem die dortigen alten Deckenplatten abgenommen. Das Füllmaterial, u.a. Lehm, alte Steine, Schilf, sei in den Zwischenböden entfernt worden.

Dann der Fund: Kondom, Zeitung, Speisekarte, Jacke und Figurenkopf. Sie wurden offenbar nun nach Jahrzehnten zu Tage befördert, wie eine Zeitkapsel aus der Vergangenheit.

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Trotz hoher Einsatzzahlen in der Saison will die Rostocker Polizei offenbar ihre Außenstelle in Warnemünde aufgeben. Im Ostseebad sorgte diese Nachricht für Verunsicherung. Denn die Wege der Beamten werden im Ernstfall dann länger.

Archiv: https://web.archive.org/web/20260311112804/https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/rostocker-polizei-will-station-in-warnemuende-aufgeben-rueckschritt-fuer-die-sicherheit-hier-QXZ7J6Y4PVFRNBLUHVJSQA6VME.html

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Nach Zeiten voller Mühe, Einsatz, Sorgen um die Finanzierung und immer neuen Herausforderungen ist es nun fast vollbracht. Die legendäre Baureihe VT 18.16 der Deutschen Reichsbahn, liebevoll DDR-ICE genannt, kehrt zurück. Bekannter dürften die Namen „Karlex“, „Vindobona“, „Berlinaren“, „Sorbenexpress“ oder „Neptun“ sein.

Zu DDR-Zeiten waren die Züge der Baureihe VT 18.16 das Aushängeschild der Deutschen Reichsbahn, eleganter als die im Westen. International hätte es sich komfortabel in den Schnellverkehrstriebwagen gereist. Die Transitstrecken waren prestigeträchtig, brachten Devisen ins Land, wie die Zugretter berichteten. Von Skandinavien über die DDR ins nahe Osteuropa und Richtung Österreich.

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Nord ruft am Montag, 9. März 2026, nun auch die Beschäftigten der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) zu einem Warnstreik auf. Nach RSAG-Angaben startet der Streik gegen 3 Uhr und soll bis zum Dienstende andauern.

Für die Dauer des Streiks am Montag entfallen alle Fahrten auf sämtlichen Bus- und Straßenbahnlinien sowie der RSAG-Fähre zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof.

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Mirror: https://archive.is/FjY0y

In Rostock sind am Donnerstag (5. März) beim Streik gegen den neuen Wehrdienst Hunderte auf die Straße gegangen. Unter ihnen waren nicht nur Schüler. Was die Teilnehmer bewegt und wie Passanten zu den Protesten stehen.

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Ein Callcenter in Rostock, das vom Möbelkonzern Ikea betrieben wird, soll nach Angaben der Gewerkschaft ver.di zu Ende August schließen. In dem Callcenter wurden bislang Kundenanfragen bearbeitet. 279 Beschäftigte würden ihren Job verlieren. Die Gespräche über einen Sozialplan liefen am Donnerstag. Geschäftsführung und Betriebsrat haben keine Ergebnisse aus den Gesprächen durchsickern lassen, die wollen sie in einer gemeinsamen, abgestimmten Erklärung veröffentlichen.

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Der Nahverkehr in MV kommt am Freitag (27. Februar) weitgehend zum Erliegen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der kommunalen Busunternehmen im Nordosten für den Tag zu einem Warnstreik aufgerufen.

Der Ausstand startet am Freitagmorgen mit Dienstbeginn und läuft mit dem Dienstende aus. Hier wird die Arbeit niedergelegt:

  • VLP (Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim)
  • Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH
  • Rebus Regionalbus Rostock
  • MVVG Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft mbH
  • VBG Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH
  • VVR Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH
  • NVS in Schwerin

Die Rostocker Straßenbahn AG ist vom Ausstand ausgenommen. Hier sei am 9. März begleitend zu den nächsten angesetzten Verhandlungen im Tarifstreit ein Warnstreik angekündigt.

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Wahlkampf-Auftakt der Linken in Rostock: Die Aussagen von Politik-Popstar Heidi Reichinnek wollten so viele Menschen hören, dass der Platz im Saal nicht ausreichte. Es ging um die Vermögenssteuer oder das Social-Media-Verbot – mit ihrer Art stellte sie Rostocks Spitzenkandidatin Nurgül Senli in den Schatten.

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Archiv: https://archive.is/20260213084318/https://www.ostsee-zeitung.de/mecklenburg-vorpommern/polizei-warnt-vor-hansa-aufstieg-in-die-2-bundesliga-rostock-droht-massive-verschaerfung-der-V7LANJA2BZGDFCHXVQAITZL4XI.html

Die Gewerkschaft der Polizei warnt bei einem möglichen Aufstieg der Rostocker Fußballer in die 2. Bundesliga vor mehr Problem-Fans, erwartet noch mehr Verkehrs- und Parkeinschränkungen, Betretungsverbote, Schutzzonen, hohen Kontrolldruck und so insgesamt eine „massive Verschärfung der Sicherheitslage“.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Mecklenburg-Vorpommern blickt mit großer Sorge auf einen möglichen Aufstieg des FC Hansa Rostock in die 2. Bundesliga. „Wir müssen hier Klartext reden“, fordert Landesvorsitzender Christian Schumacher. „Ein möglicher Aufstieg des FC Hansa Rostock ist sportlich ein Erfolg, bedeutet für die Landespolizei jedoch eine massive Verschärfung der Sicherheitslage.“

Schumachers Fazit: ​„Wer Profifußball in der zweiten Liga will, muss auch für die professionellen Sicherheitsstrukturen bezahlen. Wir können nicht zulassen, dass die Grundsicherung in der Fläche leidet, weil die Polizei jedes Wochenende als Puffer zwischen rivalisierenden Fangruppen aufgerieben wird.“

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Schokoladentafeln, Pralinen und der Weihnachtsmann mit dem Glöckchen um die Taille: Das Schweizer Traditionsunternehmen Lindt & Sprüngli ist aus deutschen Supermarktregalen nicht mehr wegzudenken und auch bald in Rostocks Innenstadt vertreten.

In der ehemaligen Ernstings Family-Filiale in der Kröpeliner Straße 15 entsteht derzeit Rostocks erste Lindt-Boutique, wie das Unternehmen auf Anfrage bestätigt. Im März sollen die ersten Süßwaren über die Theke wandern.

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Meines wissens verschiebt sich das durch Bürokratie ständig, aber sollte es nicht (mal wieder) bald so weit sein? Weiß jemand mehr?

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Drei Tage nach der Explosion im Rostocker Sonnenblumenhaus mit einem Todesopfer sind die Ermittler bei der Suche nach der Ursache offenbar weitergekommen: Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag (6. Februar) mitteilte, wurden in der Wohnung Spuren von Benzin entdeckt.

Wie das Benzin in die Wohnung kam und ob es tatsächlich die Ursache für die Explosion war, sei allerdings noch nicht abschließend geklärt. Am Tag nach dem Vorfall hatten Polizei und Staatsanwaltschaft von Anzeichen für einen Suizid gesprochen.

Am Dienstagnachmittag waren bei der verheerenden Explosion Fenster, Balkon und Fassadenteile im siebten Stock des bekannten Hauses herausgesprengt worden. Der dadurch verursachte Brand löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus, drei Hausaufgänge mussten evakuiert werden.

Die Identität des Opfers ist weiterhin nicht geklärt. In der Wohnung lebte eine Frau, doch die Leiche wurde durch Explosion und Feuer so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Identifizierung nur durch weitere Untersuchungen möglich ist.

Archiv: https://web.archive.org/web/20260206162828/https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/neue-spur-nach-explosion-im-rostocker-sonnenblumenhaus-LJSI3TPEEZCJNAJ5S43ESMSEUQ.html

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Die Bundeswehr und der Hafenbetreiber Rostock Port arbeiten an Plänen, Deutschlands größten Ostseehafen für Truppen- und Materialtransporte auszubauen. Das bestätigen sowohl Hafengeschäftsführer Gernot Tesch als auch das Landeskommando der Bundeswehr in Schwerin.

Doch während der Bund beispielsweise überlegt, in Bremerhaven einen eigenen Marinehafen neu zu bauen, pocht Rostock auf einen anderen Weg: „Wenn wir investieren, muss die neue Infrastruktur auch zivil genutzt werden können“, so Tesch. Von der „Aufrüstung an der Kaikante“ sollen auch Fährreedereien, Autohändler und Co profitieren.

Im sogenannten „Operationsplan Deutschland“ ist vorgesehen, dass ein beträchtlicher Teil aller Truppenbewegungen der Nato im Krisenfall über den Nordosten abgewickelt würde. Bis zu 120.000 Soldaten müssten im Land versorgt werden – verteilt über mehrere Monate. Neben dem Militärflughafen Rostock-Laage wird dann die Hansestadt zur Drehscheibe. Über Rostock soll die Versorgung der Nato-Partner in Skandinavien und im Baltikum sichergestellt werden.

Auf dem Gelände des Marinearsenals auf der Westseite der Warnow soll dafür ein neuer Hafen für Kriegsschiffe gebaut werden – ein „Deployment Hub“ für die Nato. Doch der allein wird nicht reichen: Nach OZ-Informationen gehen die Krisenplaner davon aus, dass im „Bündnisfall“ bis zu sechs Schiffe pro Tag in Rostock „abgefertigt“ werden müssen – und das über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Also soll auch im Seehafen gebaut werden.

Archiv: https://web.archive.org/web/20260202034205/https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/millionen-investitionen-fuer-die-nato-seehafen-rostock-soll-kriegstuechtig-werden-CNG4TEVOCVGZ7FLGFZ5FTAF5QY.html

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Volle Breitseite gegen die Linke in der Rostocker Bürgerschaft: Linken-Fraktionschef Christian Albrecht wollte den Rostocker Seehafen für US-Marineschiffe sperren lassen. Doch damit hat er Schiffbruch erlitten. Mit großer Mehrheit wurde der Antrag „Keine Akzeptanz für völkerrechtswidrige Kriegspolitik, US-amerikanische Kriegsschiffe sind in Rostock unerwünscht“ auf der jüngsten Sitzung der Bürgerschaft abgelehnt. Von allen Fraktionen erntete die Linke klare Ablehnung, lediglich die Reste des BSW zeigten Sympathie für den Antrag.

Besucher der Bürgerschaftssitzung fühlten sich vom Rostocker Rathaus in den Bundestag nach Berlin versetzt- und zwar mitten in eine heiße Debatte zur Außen- und Sicherheitspolitik. Albrecht hatte seinen Antrag in erster Linie mit der „völkerrechtswidrigen Kriegspolitik und militärischen Machtdemonstration der USA“ in Venezuela begründet. Er warf der Bundesregierung Appeasement, also eine Beschwichtigungspolitik, gegenüber der Trump-Administration vor. „Der Bund windet sich, der schafft das nicht, also müssen Positionierungen von der Basis kommen“, sagte Albrecht.

Albrecht forderte, dass die Bürgerschaft feststellt, dass US-amerikanische Marineschiffe in Rostock unerwünscht sind und keine kommunale oder hafenbetriebliche Unterstützung, Betreuung oder repräsentative Einbindung erhalten dürfen. „Solange Trump souveräne Staaten nach Gusto überfällt, solange er seine eigenen Verbündeten bedroht und mit Strafzöllen überzieht, solange er seinen NATO-Verbündeten offen mit militärischer Gewalt droht, solange will ich hier in dieser Stadt keine US-Kriegsschiffe sehen“, wetterte Albrecht. Von Rostock könne ein Signal ausgehen, zeigte er sich überzeugt.

Bereits im Vorfeld hatte die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme klargestellt, dass der Linken-Antrag aus rechtlicher und organisatorischer Sicht abzulehnen sei. Begründung: „Einer Versagung des Einlaufens US-amerikanischer Kriegsschiffe in Rostocker Häfen sowie die Nichtvornahme hafenbetrieblicher Versorgung würde gegen bestehende Vorschriften des Völker-, Europa-, Bundes- und Landesrechts verstoßen.“

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Drystan Reinhardt sucht seit zwei Jahren nach einer größeren Wohnung in Rostock. Für den 25-Jährigen, so wie für viele andere Mittelverdiener, gibt es zu wenig bezahlbaren Wohnraum in der Hansestadt. Die Stadt sucht nach Lösungen für die Probleme.

Archivlink: http://archive.today/He87g

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Rostock

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da !rostock@feddit.de nicht mehr ist 🪦.

Gibt's nun !rostock@feddit.org \o/

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