Vorbereitung auf einen strategischen Nuklearkrieg kann man sich in der Tat sparen, außer man gedenkt, ihn durch eigene strategische nukleare Abschreckung zu verhindern.
Dass ein Krieg, der nur auf dem Papier stattfindet außer rechtlichen keinerlei Folgen hat, sollte klar sein. Ein realer Krieg hat aber reale Folgen, egal ob er jetzt auch formal auf dem Papier besteht. Und ein solcher realer, nicht erklärter Krieg findet schon statt, aktuell wird der hauptsächlich mit geheimdienstlichen Mitteln durch Sabotage und über Propaganda geführt, aber schon das hat nicht zu verachtende Auswirkungen.
Man muss davon ausgehen, dass die Anschläge auf Infrastruktur im Rahmen des "hybriden Krieges" auch dazu dienen, die Verwundbarkeit der Infrastruktur abzuklopfen, und wenn Russland entscheidet, zu eskalieren, werden die Anschläge auf Infrastruktur gezielter und koordinierter stattfinden, als bis jetzt. Solange auf die "hybriden" Angriffe und ständigen Provokationen keine Konsequenzen jenseits eines bösen Briefs oder doch recht einfach zu umgehender und eher milder Sanktionen gegen Einzelpersonen oder ausgewählte Firmen folgen, wird das auch so weitergehen.