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[-] trollercoaster@sh.itjust.works 4 points 10 hours ago* (last edited 8 hours ago)

Das muss auch jemand prüfen. Also wird aus der Prüfung automatisch ein Einsatz. Und das artet bei der Weitläufigkeit des zu erkundenden und zu sichernden Bereichs gleich aus. Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen gibt es schon jetzt mehr als genug, und das führt letztendlich dazu, dass die zunehmend weniger ernstgenommen werden. Und das, obwohl die Anlagen aktuell nur dort eingebaut werden, wo man durch frühzeitige Alarmierung tatsächlich was schützen kann. Absurderweise werden bis jetzt sogar Feuerwehrhäuser, obwohl es dort auch gerne mal brennt, (logische Konsequenz einer Vielzahl von zwecks sofortiger Einsatzbereitschaft 24/7 an Ladegeräte angeschlossenen batteriebetriebenen Geräten) nicht als so schützenswert angesehen.

[-] smokeysnilas@feddit.org 2 points 8 hours ago

Gibt es da keine Priorisierung oder Dringlichkeitsstufen?

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 3 points 7 hours ago

Natürlich gibt es unterschiedliche Dringlichkeitsstufen, aber was soll das in dem Kontext jetzt bringen? Wenn was gemeldet wird, muss da jemand hin, gucken, was los ist. Und zwar jetzt gleich. Denn morgen oder nach Feierabend ist es zu spät, da braucht man auch nicht mehr zu gucken. Und die Leute, die man da hin schickt, müssen ausreichen, um wirksam eingreifen zu können, sollte da wirklich was sein. Sonst könnte man sich den ganzen Aufwand auch gleich sparen.

Wenn man immer die gleichen Leute zu oft zu Fehlalarmen schickt, haben die irgendwann keinen Bock mehr. Und eine andere Wahl, als immer die gleichen Leute zu schicken, hat man nicht, denn das sind nun mal die Leute, die man vor Ort hat.

Spoiler: Alarmmüdigkeit bei BMA-Alarmen ist ein tatsächlich existierendes und seit Jahrzehnten mit zunehmender Anzahl und zunemendem Alter der BMA zunehmendes Problem, außerdem hat die hohe Fehlalarmquote mancherorts auch schon dazu geführt, dass BMA-Alarme vom Alarmplan her anders behandelt werden, als von menschlichen Anrufern gemeldete Brände in vergleichbaren Objekten, also da wird jetzt schon weniger hingeschickt. Insbesondere auf die automatische Mitalarmierung des Rettungsdienstes (nicht nur für eventuelle Verletzte, sondern auch zur Eigensicherung der Feuerwehr) wird da inzwischen gerne verzichtet.

Brandmeldeanlagen sind ausdrücklich zur Brandfrüherkennung an Orten gedacht, wo eine frühe Erkennung großen Schaden verhindert, oder wo eine späte Erkennung zu gefährlich wäre. (z.B. in Gebäuden, in denen viele Leute schlafen) Beides trifft für (zu allem Überfluss auch noch extrem seltene) Brände in Windkraftanlagen nicht zu, denn die Gefahr für alles Andere, als die Anlage selbst (die in dem Fall eh ein Totalschaden ist), ist verschwindend gering.

Der Gefahrenbereich durch Trümmer befindet sich immer weit außerorts, weil die Anlagen gerade aus dem Grund, dass durch Schäden Trümmer runterfallen können und bei winterlicher Witterung Eisschlag möglich ist, nur mit großzügigen Sicherheitsabständen zur Bebauung genehmigt werden. Die Leute, die sich im Gefahrenbereich aufhalten, sind durchaus zur Selbstrettung in der Lage. (irgendwie sind die ja auch in den Gefahrenbereich reingekommen, dahin fährt in der Regel kein Bus) Außerdem sind genau die Leute, die durch einen solchen Brand in Gefahr geraten könnten, auch in der Lage, ihn zu erkennen und zu melden. Denn wenn die Anlage brennt, dann raucht die auch. Und irgendwann sind sogar außen Flammen sichtbar. Das eine oder andere Geräusch macht ein solcher Brand meistens auch, und wenn der Wind richtig steht, stinkt es. Wenn also eine Gefahr für Personen besteht, dann werden die das merken und den Brand melden. Die kann man dann sogar noch bei der Aufnahme des Notrufs dazu anleiten, sich möglichst weit von der brennenden Anlage zu entfernen und andere Leute, die sie unterwegs treffen, zu warnen. Das geht im Zweifel schneller, als die dann alarmierte Feuerwehr das machen kann, denn die muss ja erst mal dort hin kommen. (Die Anlagen befinden sich weit außerorts, und sind oft nur über Feldwege erreichbar. Die gesetzlichen Hilfsfristen außerorts abseits öffentlicher Straßen sind auch in der Regel wesentlich länger, als innerorts, weil das anders gar nicht möglich wäre)

[-] smokeysnilas@feddit.org 1 points 4 hours ago

Ich bin da jetzt nicht so der Profi, aber in anderen Bereichen z.B. bei Freileitungen gibt es auch den Modus erstmal 15min warten ob die Meldung weiter Bestand hat oder die Messwerte sich normalisieren. Es wurde oben ja schon ausgeführt, dass das Löschen der WKA selber nicht praktikabel ist. Dann würde es immerhin insoweit etwas bringen, dass der Bereich rechtzeitig abgesperrt wird, Leute vor herabfallenden Trümmern geschützt werden, Straßensperrungen wie oben bei der A7 zeitnah umgesetzt werden usw.

this post was submitted on 24 May 2026
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