Bei den Midterms hat sich gezeigt: Die Leute mögen keine KI. Auch in Europa gehen nun Menschen auf die Straße. Noch sind es nicht viele. Die Betonung liegt auf: noch.

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[–] -1 points 1 hour ago* (2 children)

"Die Politik" hat also beschlossen. Und Millionen Demonstranten haben nichts ausgerichtet. Verrückt. Man kann also nicht einfach demonstrieren und dann wird das erledigt? Einfach auf die Straße und.. zack! Die machen das.

Demos sind keine Willensaufzwinginstrumente. Das sind in erster Linie Meinungsverstärker. Da geht es darum Anhänger für eine Sache zu finden. Es geht darum zu zeigen: Hey, wir sind viele! Oder: Es gibt noch andere, die so denken wie du, schließ dich uns an. Vielleicht überzeugt man die Mächtigen. Aber eben nur vielleicht.

Es ist frustrierend, wenn die Demo keine Wirkung zeigt. Aber man muss das Erlangen von Macht mehrschichtig angehen. Es gibt noch mehr als Wählen und Demonstrieren. Es gibt ein passives Wahlrecht. Es gibt gewählte Vertreter. Es gibt Parteien. Es gibt Lobbyverbände. Es gibt Gerichte. Mal ein paar Beispiele. Es hilft nicht, nach der Demo nach Hause zu gehen und im Internet Wutbriefe schreiben. Und es hilft auch nicht, Mülltonnen anzuzünden ohne einen weiteren Plan. Man muss sich organisieren im Kampf für eine Sache. Und irgendwann wird man feststellen, dass die Gegenseite das auch macht. Und deshalb macht "Die Politik" nichts.

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  • [–] 2 points 38 minutes ago* (1 child)

    Interessant, dass du das Problem scheinbar verstehst, aber den Inhalt meiner Kommentare komplett ignorierst.

    Ich hab mich jetzt zweimal sehr offensichtlich darüber ausgelassen, dass die Deutschen eben nicht bereit sind, irgendetwas zu tun (meist nicht einmal ihre dummen Wahlentscheidungen zu reflektieren), außer mal kurz ihre Meinung kund zu tun, und es einfach still hinnehmen ignoriert zu werden, weil man dann wohl nichts tun kann. Wenn man nur mal zu 'ner Demo erscheint, damit man sich selbst erzählen kann, etwas getan zu haben, ist es halt sinnlos.
    Aber aus irgendeinen absurden Grund scheinst du mir erklären zu wollen, dass Demonstrationen nur der Anfang einer Organisationkette sind. Ja, das wäre schön aber (zum dritten Mal jetzt!): Deutsche Schafe tun es nunmal nicht, sondern sie blöken einmal, werden ignoriert, und nehmen das dann als gottgegebenen Zustand der Welt hin und grasen brav weiter wie bisher.

    (PS: Und wenn du den letzten Satz jetzt schon wieder als Kritik am Blöken aufgreifst, gib ich es einfach auf und ignorier dich.)

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  • [–] 1 point 2 minutes ago*

    Deutsche Schafe tun es nunmal nicht, sondern sie blöken einmal, werden ignoriert, und nehmen das dann als gottgegebenen Zustand der Welt hin und grasen brav weiter wie bisher.

    Es geht sogar noch einen Schritt weiter: Wenn doch irgendwer einen Schritt weiter gehen will, dann fassen diese es als Kritik an der eigenen Systematik und als Störfaktor auf und arbeiten zusammen mit dem Establishment von dem sie selbst ignoriert wurden um diese Gruppen weg zu beißen, mit denen sie sich eigentlich solidarisieren sollten. Siehe die Grünen und F4F in Bezug auf die Letzte Generation. Dem liberalen Verstand ist hier einfach nach Jahrzehnten der Propaganda nicht mehr zu helfen. (Rein bevor hier der erste davon aufschlägt und mir erzählt wie doch die LG der Klimabewegung ganz sehr geschadet hat und wir jetzt ganz sicher wirksame Klimapolitik hätten wenn nicht 10ppm Wutbürger mal eine halbe Stunde zu spät zur Arbeit gekommen wären...)

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