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[–] 0 points 1 week ago (1 child)

es kann doch keiner mehr behaupten, man wisse nicht welchen Schaden man anrichtet

Es ist nicht schwer bei dieser Ministerin einfach Böswilligkeit zu unterstellen, aber in diesem Fall ist das halt ziemlicher Quatsch. Die Einspeisevergütung ist inzwischen so niedrig, dass niemand mehr alleine deshalb eine PV Anlage kauft. Die Subvention war sinnvoll, um die Technologie im Privatmarkt flächendeckend einzuführen. Das ist längst erreicht. PV lohnt sich auch längst ohne jegliche Subvention. Rein wirtschaftlich macht es einfach keinerlei Sinn das jetzt noch weiter zu führen. Es soll laut dem Bericht aber nicht abgeschafft werden, sondern eine alternative Form über Strombörsen ermöglicht werden. Passt schon. Und selbst wenn es 1-2 cent weniger gibt am Ende, ändert das nichts an den Auftragsbüchern der Installateure. Wir brauchen die Subventionen schlicht nicht mehr. Es gibt in diesem Fall hier einfach keinen Grund jetzt so stark zu reagieren.

Zu dem "es war schon einmal ein großer Fehler" kann ich nur sagen, dass es in Deutschland noch niemals eine realistische Aussicht auf eine halbwegs ernstzunehmende Solarindustrie gegeben hat. Für was denn auch? Produktion von Modulen oder Wechselrichtern? Das ist alles allerfeinstes Low-Tech. PV herstellen ist sehr einfach. Dafür braucht es kein besonderes know-how oder wahnsinnig ausgefeilte Prozesse. Da werden einfach nur ein paar Bauteile zusammengelötet. Außerdem ist PV eine seit Jahrzehnten ausgeforschte Disziplin. Es werden mit riesigster Anstrengung hier und da mal noch 0,1% Wirkungsgrad rausgeholt und das war's. Keine einzige Technologie dieser Art wird noch in Deutschland gefertigt und sie mit aller Gewalt über Subventionen im Land behalten zu wollen, ist einfach nur Geldverschwendung. Siehe Meyer Burger, etc. Kostal, SME usw. werden es auch weiter schwer haben, weil sie der billigeren Konkurrenz aus China, außer Made in EU, einfach rein gar nichts voraus haben.

Und die Installateure aus dem Bericht heulen halt rum, weil das alles ist was Handwerker so tun.

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  • hideshow 1 child comment
  • [–] 1 point 1 week ago

    Das Problem ist doch nicht nur die Abschaffung der Einspeisevergütung, die wäre über die nächsten Jahre eh gefallen und mittelfristig auch ganz entfallen. Es wäre alles im EEG geregelt, es gab keinen Grund, hier kurzfristige Änderungen vorzunehmen.

    Das Problem ist die Kurzfristigkeit, mit der solche Änderung reingedrückt werden, Thema Planungssicherheit. Und genau das ist das Thema, das hier ausgenutzt werden soll, die Leute so zu verunsichern, dass sie keine PV-Anlagen mehr kaufen und die Energieversorgung weiter in den Händen der Konzerne bleibt.

    Dazu kommt, dass das in einem größeren Rahmen liegt. Es ist nicht nur die Einspeisevergütung, es kommen für private Anlagen auch noch veränderte Netzgebühren, erschwerte Anmeldung von Anlagen, erhöhte Kosten mit Smartmetern und Regelungstechnik.

    Und außerhalb von PV kommen noch die Themen übermäßige hohe Anzahl an neuen Gaskraftwerken, sinnlose Regelungen zu grünem Wasserstoff und Biogas bis hin zu eFuel, fehlende Förderung von Speicherkapazitäten und Netzausbau. Und zu guter Letzt natürlich noch das Sahnehäubchen: Gasspeicher bewußt leer werden lassen, um dann im letzten Moment, wenn es besonders teuer ist, die Befüllung anzuordnen.

    Von den Umwelt- und Klimaauswirkungen der ganzen Maßnahmen will ich noch nichtmal anfangen.

    Hier wird von derselben Frau zum zweiten Mal absichtlich die EE-Branche zu Grabe getragen. Und das so offensichtlich, eigentlich müssten wir alle mit Fackeln und Mistgabeln vorm Ministerium stehen.

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