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[–] 3 points 6 hours ago (3 children)

Kurzgesagt ändert sich für Patienten, die den Notruf 112 wählen nichts.

Die 116 117 soll Leute quasi an Hand einer Beschreibung entweder an den Notdienst oder bei Kleinigkeiten/Fragen an eine Informationsstelle weiterleiten. Habe diese Nummer persönlich noch nie gebraucht, aber Ich schätze mal, da muss man etwas Geduld mitbringen. Ist nichts für dringende Anliegen.

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  • [–] [S] 2 points 5 hours ago (2 children)

    Geduld braucht man schon heute.

    Was ich im Moment aus eigener Erfahrung heraus noch kritisch sehe:

    Die Aufgaben, die über diese Nummer wahrgenommen werden, sind zu vielfältig und sollen demnächst von einfachen Auskünften bis zu medizinischen Einschätzungen gehen. Das müsste besser getrennt werden. Dafür arbeiten bereits jetzt schon zu wenige Menschen dort. Einfache Fragen nach Notdiensten etc könnten auch Menschen ohne besondere Fachkenntnisse leisten.

    Und für die wichtige Einschätzung des Gesundheitszustandes arbeiten dort bislang nicht unbedingt Menschen mit größerem medizinischen Wissen. Es müssten also zusätzlich entsprechende Fachkräfte eingestellt werden.

    Die Wartezeiten sind manchmal jetzt schon lang. Wenn man Zuhause auf dem Sofa sitzt, geht das noch. Aber wenn man sich nicht sicher ist, die Symptome falsch einschätzt oder irgendwo unterwegs ist... weniger schön.

    Früher gab es in den (Gratis-)Zeitungen auch immer die Angabe, wer von den Ärzten Bereitschaftsdienst hat mit allen Angaben (Anschrift, Telefon, Fax...). Mittlerweile steht da auch diese Nummer und es ist ein Krampf. Damit könnte auch heute noch für die Nummer eine Entlastung geschaffen werden.

    Was man über diese Telefonnummer hätte verbessern können, ist gerade die Mitteilung, welches die nächstgelegene Bereitschaftspraxis ist - aber da grätscht wieder unsere schöne Aufgabenverteilung durch - das ist Ländersache und man ist seinem Bundesland zugeteilt. Angaben zu benachbarten B-Ländern gibt es nicht. Dann darf man in einem Grenzgebiet womöglich lieber 2 Stunden (wenn man denn eine Fahrmöglichkeit hat) durch die Wallachei juckeln, als vielleicht ne halbe Stunde in die nächstgelegene Klinik im Nachbarbundesland.

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  • [–] 2 points 5 hours ago (1 child)

    Dass die Ärzte, die Bereitschaftsdienst haben, nicht mehr in der Lokalzeitung stehen, liegt schlicht und ergreifend daran, dass es dieses Modell des Bereitschaftsdienstes durch Ärzte vor Ort nicht mehr gibt.

    Unter Anderem, weil es nicht mehr genug niedergelassene Ärzte in der Fläche gibt. Deshalb hat man sich die zentralisierte Mangelverwaltung mit den vorgeschalteten affigen Callcentern ausgedacht.

    Und wie bei jeder Mangelverwaltung, lässt sich der zugrundeliegende Mangel halt nicht wegverwalten.

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  • [–] [S] 2 points 4 hours ago

    lässt sich der zugrundeliegende Mangel halt nicht wegverwalten.

    Wäre es nicht so böse, könnte ich mir vorstellen, dass ein gewisser Schwund durch Aufgabe des Anliegens oder endgültiger Abreise aus dem Versicherungssystem ab einem gewissen Alter von einigen durchaus gewünscht wird.

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