Sie ist "okay". Das ist kein Lob, das ist, was mal als Baseline von einer Fahrzeugsoftware im Jahre 2026
Ich denke, man holt mit nicht zu hipper Software viele ab, die sich vor einem, übertrieben gesagt "Smartphone auf Rädern" fürchten.
Wir haben einen Citigo e und ich muss sagen, rein von der Nutzung her ist das für viele, die nur ein Auto brauchen, eigentlich die bessere Wahl als viel zuviel Schnickschnack. Der kann zwar nix, aber um von A nach B zu kommen, reicht er vollkommen aus. Gibt's halt nicht mehr.
Und die Handyapp ist und bleibt ein Krampf.
Geht so. Im Vergleich zu Tesla ist sie ein Krampf, und für Techologie-Fans ist das auch zu wenig, für den 08/15-Nutzer ist aber alles drin. Und die Historie betrachtet, hat sich sehr viel verbessert. Ich hab jetzt 6 Jahre Erfahrung mit der App und zu Beginn war es richtig grausig, inkl. regelmäßiger Ausfälle und falscher Meldungen. Es hat sich seitdem schon einiges etan, aber es ist auch noch genug Luft nach oben.
Besonders negativ ist btw. bei den ganzen ID-Modellen, dass die Software NICHT abwärtskompatibel ist. Die Kunden der ersten Stunde (also alle, die ein 1st Edition außen dran pappen haben) werden so NIEMALS ein Softwareupdate auf den neuen Softwarestack bekommen.
Da muss ich dir voll zustimmen, das ist ein Punkt bei unserem Enyaq, der mich auch nervt. Das Thema Updates und Backports hätte sich der VW-Konzern definitiv von Tesla abschauen können.
30k für einen "Polo", wenn man für 5k mehr bereits Autos wie ein Model Y bekommen und damit einfach mal zwei oder drei Fahrzeugklassen überspringen, dafür aber ein etabliertes und ausgereiftes Fahrzeug bekommen kann, ist schon eine Ansage
Ein Model Y kostet aber auch 40k.
Wie gesagt, ich mag die Tesla-Software, ich bin auch gerne Tesla gefahren, aber ich kann auch verstehen, dass nicht jeder mit einem Model Y klar kommt. Ein ID.wasauchimmer ist dann doch näher an dem dran, was der typische Deutsche als Auto kennt.
Dazu kommt, das gerade Tesla auch nicht mehr allzuviel entwickelt. Die Facelifts für Model 3 und Y waren mehr zur Optimierung der Produktion als echte Updates, und es sieht aktuell nicht danach aus, als hätte Tesla neue Pfeile im Köcher. Deren echte Entwicklung ist 2022 stehen geblieben. An der Stelle hat der VW-Konzern seine Modelle seitdem deutlich stärker aufgewertet.
Und das ist zu 100% die Schuld der Chefetage und all jener, die lieber die bereits altersschwache Cash-Cow auf Krampf zu melken versucht haben.
Jein. Da kann ich nur zum Teil zustimmen. Natürlich ist es am Ende die Chefetage, aber die Chefetage hatte zwischenzeitlich durchaus BEV im Visier. Leider wurde das insgesamt nicht durchgehend ernst genug genommen und durch zu viele Wechsel auf der Ebene auch zuviele Strategie-Wechsel forciert.
Dann parallel leider der Schlingerkurs der Politik mit vielzuvielen Abbiegungen in die Verbrenner-Vergangenheit und die Springer-Propaganda, um die Menschen unnötigerweise beim Verbrenner zu halten. Das hat leider zu gut funktioniert, sowohl gegenüber den Unternehmen, die einfach keine Planungssicherheit hatten, als auch gegenüber den Bürgern, die den Rattenfängern zu leicht gefolgt sein.
Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt. Ich denke nicht, dass VW den Weg von Grundig gehen wird, aber sie müssen schon schauen, wie sie die Produktion neu ausrichten. Das Problem sind IMO nicht die Modelle, die sie anbieten, sondern dass sie unter den aktuellen Bedingungen bei BEV zu wenig Eigenanteil an der gesamten Wertschöpfungskette haben.
Bei den Chinesen bin ich mal gespannt, wie es weitergeht. So langsam kommen sie ja nach Europa, was man lange vorhergesagt hat, aber bisher kaum passiert ist. Aber die Spatzen pfeifen auch schon von den Dächern, dass sich der BEV-Markt in China konsolidiert, und viele Hersteller das nicht überleben werden. Der Schritt nach Europa ist für einige evtl. noch der letzte Strohhalm, aber der wird Hersteller nicht retten, die auf dem Heimatmarkt fallen gelassen werden.