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Der Medienforscher Bernd Gäbler fasst es für die Otto-Brenner-Stiftung sehr gut zusammen: Die AfD wirft den Journalisten ein Stöckchen hin und weil es Klicks bringt, wird es von allen sofort aufgegriffen. Und wenn sie wieder mal verliert, hat das scheinbar keinen Nachrichtenwert mehr. Aber genau dadurch wird der Mythos vom unaufhaltsamen AfD-Aufstieg aufrechterhalten. Nicht, weil er stimmen würde, aber weil sich anscheinend niemand traut, ihn zu widerlegen. Die Angst der Medien vor schlechten Aufrufen von Artikeln, die das Scheitern der AfD thematisieren, ist noch größer als ihre Angst vor der AfD. Dabei liest du gerade den Beweis, dass die Angst kompletter Unsinn ist. Denn wir haben uns getraut, auch die Realität zu berichten, die viel zu selten medial behandelt wird: Die von den Niederlagen der AfD.

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[–] 16 points 12 hours ago* (4 children)

Man liest keine Schlagzeile dazu, weil dieses Cherry-Picking nichts bringt oder verändert an der Menge an Wählern für diese Partei.  Oh wow, Städte sind eher linker. Große Erkenntnis. Oh wow, eine Studentenstadt wie Göttingen, sogar noch mehr. Niemand hätte es gedacht! Ist ja schön für Göttingen. Trotzdem hat die AfD in Sachsen-Anhalt 44% gehabt. Das hat einen ähnlich komischen Vibe wie als die einzelnen Parteien bei den ersten Hochrechnungen da alle wie verrückt gefeiert haben, weil sie mehr als 5 % hatten, während da aufm Bildschirm dieser gigantische blaue Balken war. Man kann sich logisch versuchen, vor diesen Fakten zu verstecken, indem man irgendwelche Ausnahmen heraussucht. Aber ändern tut das nichts. Volksverpetzer, so ein absurdes Blatt. Welcher Mythos um den Anstieg der AfD? Hat man beim Volksverpetzer jetzt aus Angst sich in eine Traumwelt geflüchtet? Das ist kein Mythos. Geht doch mal raus. Fast bemitleidenswert, wie sie versuchen, irgendwo einen Erfolg zu finden. 

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  • [–] 6 points 6 hours ago (1 child)

    Die AfD hat 1,8% bekommen. Das ist schon außergewöhnlich niedrig. In Hannover ist die AfD bei 11% im Stadtrat, Braunschweig 11,8%, Oldenburg 8,8% und Osnabrück mit 8,5%. All die Städte sind größer als Göttingen und alle haben auch Unis. Wobei Göttingen einen höheren Anteil an Studenten hat als diese Städte. Wenn man mal außerhalb Niedersachsen schaut hat auch Bayern Kommunalwahlen gehabt. In Erlangen kam die AfD auf 6,7% und Regensburg auf 9,3%. Beide haben ähnlich wie Göttingen sehr viele Studenten und sind Großstädte in einer ähnlichen Größe.

    Also nein, die AfD hätte durchaus sehr realistisch in Göttingen dreimal so viele Stimmen haben können, wie sie am Ende hatte.

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  • [–] [S] 14 points 11 hours ago

    Man liest keine Schlagzeile dazu, weil dieses Cherry-Picking nichts bringt oder verändert an der Menge an Wählern für diese Partei.

    Ich denke schon. In den Medien wird die AfD seit Jahren quasi nur als unbesiegbar dargestellt (wie im Artikel beschrieben). Das geht schon in Richtung "self-fulfilling prophecy".

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  • [–] 3 points 9 hours ago

    Man liest keine Schlagzeile dazu, weil dieses Cherry-Picking nichts bringt oder verändert an der Menge an Wählern für diese Partei.

    Komisch... wieso liest man dann von jedem noch so kleinen, handverlesenen Kuhdorf, wenn die AfD dort nahezu die absolute Mehrheit erreicht? Vielleicht, weil es eben doch etwas an den Gesamtstimmen der Partei und der Wahrnehmung der Menschen ändert, wenn wir 24/7 mit dem Märchen beschallt werden, wie die AfD angeblich überall gewinnt, und es jetzt völlig normal ist, dass die Mehrheit wieder Faschisten wählt? 😉

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