Gerd Kommer ist auch ein ETF-Junkie der jetzt selber ETF‘s verkauft. Ein Verkäufer wird wohl niemals sein Produkt schlechtreden, oder?
Zwar geht Kommer in dem Artikel auf einige Grundprobleme bei Renditeberechnung von Immobilieninvestments ein, vergisst aber den Unterschied von Land und Stadtimmobilien und den Zeitraum einzugrenzen auf 2000 bis 2025. Was bringt einem 1969?
Und wie bei jedem Investment muss zwangsläufig immer die Steuer mitbedacht werden. Durch die Steuer (Afa) bekommt man zB gut 42% des Investments als Steuererstattung über 25 Jahre zurück.
Macht er nicht, ist dann auch alles wahnsinnig komplex.
Als persönliche Anekdote: Haus 2014 gekauft für 380k all-in und 2024 verkauft für 630k netto. Wir hatten 80k EK und sind 10 Jahre später mit 630k rausgekommen. Kredit war da abbezahlt. Unsere Miete war vor dem Kauf bei 1000€ warm * 120 Monate = 120k. D.h. von 200k (80+120) auf 630k in 10 Jahren. Das schafft man mit Aktien nicht. Und wir hatten noch nicht mal so einen krassen unter-2%-Kredit.
Gegenrechnung: 80k in ETF auf 10 Jahre verdoppelt = 160k. 180k (Differenz Kaufwert minus Miete also was wir in Kredit+Zinsen getan haben) in ETF über 10 Jahre (50%) =270k. D.h. von 200k auf 430k (160+270)
Aber das war jetzt nur ein Eigenheim. Als Investment käme dann noch 380k * 42% Einkommenssteuerquote drauf. 160k auf 25 Jahre. Gut dafür hat man dann auch den ganzen Nerv mit Mietern.