Manches von dem sind aber eben auch Bedürfnisse, die durch den aktuellen Zustand erst erschaffen wurden. Das hohe Angebot an Essenslieferungen ist zum Teil auch Resultat einer Arbeitswelt, in der viele Menschen zu erschöpft sind, nach dem Vollzeitjob und anderen Pflichten noch selbst zu kochen. In anderen Ländern ist das ja auch nicht so extrem (und war es auch vor 20 Jahren hier nicht). Bei den Paketlieferungen könnte sich die Gesellschaft ja auch mal fragen, ob denn wirklich jeder jedes Paket am nächsten Tag braucht.
Man muss sich als Gesellschaft eben auch mal fragen, ob man wirklich alles in einer reinen Wirtschaftsmetrik ausdrücken kann. Schließlich gibt es ja auch viele Menschen, die ehrenamtliche Arbeit leisten. Eine konkrete Antwort darauf wäre natürlich komplex, aber verschiedene Programme und Argumentationslinien für ein besseres und glücklicheres Gemeinwohl sind schon denkbar, wenn man mal nicht davon ausgeht, dass nur die Arbeitsplatzzahl als einziger Indikator für einen funktionierenden Staat ausschlaggebend ist.