Nicht nur die Hitze macht den französischen Atomkraftwerken zu schaffen. Jetzt werden sie auch noch von Meerestieren befallen.
Ein massives Aufkommen von Quallen stellt den französischen Energiekonzern EDF vor Probleme: Das Unternehmen musste drei der sechs Reaktoren seines Atomkraftwerks Gravelines an der Küste des Ärmelkanals abschalten, wie es am Dienstag auf seiner Webseite mitteilte. Die Quallen gerieten demnach in die Meerwasserpumpen des AKW.
Die Reaktoren 2, 3 und 4 mussten abgeschaltet werden, Reaktor 1 wurde auf die halbe Kraft heruntergefahren, wie EDF mitteilte. Reaktor 6 laufe mit voller Kraft, Reaktor 5 sei aktuell wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. "Diese Situation hat keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen, die Sicherheit des Personals oder auf die Umwelt", teilte EDF weiter mit.
Atomkraftwerke schalten auch wegen der Hitze ab
Gravelines in der Normandie zwischen Calais und Dünkirchen ist das größte Atomkraftwerk Westeuropas.
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Die vielen Quallen an der Küste Nordfrankreichs sind ein regelmäßiges und saisonbedingtes Phänomen. Meldungen über große Schwärme in diesem Gebiet werden aber jeden Sommer häufiger. Weltweit vermehren sich die Quallen, ein Grund dafür ist der Anstieg der Meerestemperaturen durch die globale Erwärmung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke#Europa
Das Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine ist mit seinen sechs Reaktorblöcken und einer installierten Nettoleistung von 5.700 MW das leistungsstärkste, 2022 jedoch vom russischen Überfall auf die Ukraine betroffen. Die zwei Reaktorblöcke von Civaux waren, bis zur Inbetriebnahme von Taishan 1 im Dezember 2018, mit einer Nettoleistung von je 1495 MW die leistungsstärksten weltweit.
Gemeint ist in dem Artikel die Summe der Leistungen der Reaktorblöcke.