Ein Ehepaar geht zur Polizei. Sie sollen als Zeugen über ihre Tochter aussagen. Die Beamten wollen die WhatsApp-Kommunikation mit der Tochter lesen. Sie bitten die Eltern um ihre Mobiltelefone. Die willigen ein, freiwillig.
Doch die Polizisten machen viel mehr, als sie sagen. Sie verschaffen sich dauerhaften Zugriff auf die WhatsApp-Konten. Sie richten WhatsApp Web auf einem Polizei-Computer ein. Den QR-Code zur Verifizierung scannen sie in den WhatsApp-Apps der Eltern.
Ich hab gerade nochmal nachgeguckt: mit Signal würde das nicht funktionieren. Die App fragt den Telefon-Entsperrcode ab, bevor man den QR-Code scannen kann.
Abgesehen davon gilt trotzdem: gebt niemals freiwillig euer Telefon der Polizei, schon gar nicht entsperrt. Wenn ihr Chats als Beweismittel einreichen wollt, macht das mit Screenshots.
ich weiß nicht genau wie whats app den Chatverlauf speichert, aber mir erscheint das auch unsicherer als ein Bild. Allerdings ist das wohl trotzdem der empfohlene Weg. Die datei soll man nicht öffnen und nicht umbennen.
Kann man denn einzelne Nachrichten exportieren? Ich will ka unter Umständen nicht den kompletten Verlauf anderen zugänglich machen, der eventuell unangenehme, belastende Daten oder anderweitige Daten enthält, die ich nicht der Polizei überlassen will.
Ganz unabhängig vom aktuellen Sachverhalt kann man immer wieder nur feststellen:
Ein Gerät das du entsperrt / entschlüsselt aus der Hand gibst und nicht ständig im Blick (inkl. der Benutzereingaben) hast ist mitsamt aller darauf eingerichteten Konten als kompromittiert anzusehen bis das Gegenteil zweifelsfrei erwiesen ist.
Bei manchen Leuten hilft es dann, sie nach ihrem Mailpasswort (o.ä.) zu fragen. Du willst da einfach mal reinschauen und sie haben ja nichts zu verbergen.
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