Wenn der alte Parteienstaat bröckelt ersetzte ich den doch nicht mit einem neuen und erwarte Wunder. Ich vermute früher oder später würde damit reproduziert was der Artikel bemängelt.
Auch die Gründung einer weiteren Partei halte ich für unnötig. Es bestehen aktuell bereits sehr viele. Wer dort nirgends einen Anknüpfungspunkt findet, wird auch mit dem eigenen Anlauf mittel- bis langfristig nicht zufrieden sein, denke ich.
Und die durchscheinende Sehnsucht nach einer Person, die sich in Stellung bringt und inszeniert um Dinge "(wieder) in Ordnung" zu bringen finde ich auch bedenklich und fragwürdig.
Diese Debattenräume sind mir oft viel zu eng. Weitgehende Demokratisierungsansätze und Infragestellen von Strukturen scheinen mir von den Profitieuren aktueller Zustände laut verpönt, mehr oder minder subtil abgeblockt oder mit allen Mitteln verschrien zu werden.