Auf der Suche nach Gründen müsse die Politik sich fragen, ob sie möglicherweise zu wenig getan habe, um Arbeitslosigkeit zu verhindern und Ostdeutsche stärker in einflussreiche Positionen zu bringen.
Meine Güte. Diese elende Überbetonung von und Erwerbsarbeit sowie Verknüpfungen von allem möglichen mit Wirtschaftsaspekten in gefühlt nahezu jeder Aussage und Handlung von prominenten Berufspolitikys bzw. Staatsrepräsentantys ist nervig und peinlich.
Ja, das Vermögen und der Wohlstand ist extrem ungerecht verteilt. Und da verlaufen auch weiterhin Ost-West-Grenzen. Trotzdem muss ohne wenn und aber mit weitem Abstand das soziale immer die höchste Priorität Nummer für Gesellschaften sein.
Das nächste Staatsoberhaupt wird sicher deutlich früher als 1987 geboren sein und bestimmt aus Kreisen kommen die den Wirtschaftsfetisch auch verinnerlicht oder sogar eingetrichtert bekommen hat.
Und da sich nicht wirklich Reformen für das Amt abzeichnen ist leider auch nicht davon auszugehen, dass die Demokratisierung der Republik mit ihren Institutionen insgesamt in absehbarer Zeit einsetzt und genug Leute (wieder) mitnimmt.