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[+] -10 points 3 days ago (4 children)

Ich verstehe das Narrativ nicht. Diese Grad-Ziele waren schon 2015, wo sie definiert wurden, extrem unrealistisch. In der echten Welt ist niemand daran interessiert, weniger Erdöl, Kohle, etc. zu fördern. Das würde Lebensstandard und Wirtschaftswachstum sofort gefährden, noch lange bevor irgendein positiver Effekt für das Klima spürbar wäre.

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  • [–] 9 points 3 days ago

    Wenn man bedenkt, dass es genau diese Denke war, die unsere Solarindustrie vor die Wand gefahren und damit über 100.000 Jobs vernichtet hat, merkt man erst richtig, wie himmelschreitend dämlich die Aussage tatsächlich ist

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  • [–] 5 points 3 days ago (1 child)

    Gut, dass Ernteausfälle, Hungersnöte, Hitzewellen und Naturkatastrophen nichts mit dem Lebensstandard zu tun haben... Ja, 1.5 ist optimistisch gewesen. Wahrscheinlich war allen Unterschreiben bewusst, dass das nichts wird. Aber es war halt die Zahl, bei der das Schlimmste vermieden wird.

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  • [–] 1 point 1 day ago* (1 child)

    Wenn man bedenkt, dass z.B. die weltweite Düngemittelproduktion derzeit auf fossile Brennstoffe angewiesen ist, ist das mit den Ernteausfällen/Hungersnöten eine Zwickmühle. Sicher wird da viel geforscht, und es gibt schon sinnvolle Maßnahmen, aber einen wirklichen Ausweg wird es nicht von heute auf morgen geben. Quelle z.B. https://www.pflanzenforschung.de/de/pflanzenwissen/journal/neuer-weg-zum-gruenen-duenger

    Es gibt realistische Prognosen und wirklich kluge Analysen, z.B. vom IPCC, aber wenn heute jemand eine Schlagzeile zum Pariser Abkommen raushaut mit "O nein, die 1,5-Grad-Marke wird bald geknackt werden", ärgert mich das. Weil das von vornherein ein völlig utopisches Ziel war, die Emissionen bis 2050 auf Null zu reduzieren.

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  • [–] 2 points 1 day ago

    Fair point. Auf der anderen Seite behaupten 5 Minuten google duckduckgo, dass die Landwirtschaft für plusminus 10% der GHG-Emissionen in DE und EU verantwortlich sind. Keine Ahnung, ob da die Düngemittel-Erzeugung mit drin steckt, aber selbst wenn nicht: schlagen wir noch mal sehr pessimistisch die Hälfte der Industrie-Emissionen (ca 20%) drauf, dann sind wir bei 20% insgesamt. 4/5 gehen also nicht für die Landwirtschaft drauf, und von dem Rest ist ein Großteil eben Verkehr und Energieproduktion. Da ginge also noch so einiges, ohne dass das Essen knapp wird, und dass man die Landwirtschaft auch bestimmt noch effizienter kriegt, hab ich noch gar nicht berücksichtigt. Z.B. ist die Produktion von Biotreibstoff aus Raps o.ä. flächen- und Klima-technisch nicht so wirklich sinnvoll.

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  • [–] [S] 3 points 3 days ago (1 child)

    Ist immer geil, wenn die Ignoranten von der "echten Welt" daher faseln.

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  • [–] 1 point 18 hours ago (1 child)

    aber was er beschreibt, trifft auf die echte welt zu. im globalen norden übernehmen immer militantere bewegungen der wohlstandbewahrung die diskursiven hegemonien.

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  • [–] [S] 1 point 17 hours ago

    Das bestreite ich nicht. In der echten Welt sind aber sehr wohl Menschen daran interessiert weniger Erdöl, Kohle, etc. zu fördern. Ich zum Beispiel.

    Das der Status Quo ein Umdenken für viele schwierig macht, liegt neben der Propaganda der Profiteure sicher auch an der befürchteten Abnahme der Lebensqualität des Durchschnittsbürgers. Meiner Meinung nach brächte aber eine Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsform eine deutliche Erhöhung der Lebensqualität.

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