Ich gehe mal davon aus, dass jeder Mensch ein tief inne sitzendes Bedürfnis nach Partnerschaft hat. Das bedeutet natürlich nicht, dass es ein Recht auf eine Frau gibt, aber es ist natürlich völlig verständlich, wenn man(n) frustriert ist, wenn man auf dem Datingmarkt niemanden findet, keinen Sex haben kann und so weiter und so fort. Das wird ja meistens als individuelles Problem geframt. Man sei ein Incel, man solle sich datingfähig machen, man solle sich als Partner attraktiver machen. Sprich, es wird auf den Einzelnen als individueller Fehler abgewälzt, aber schaut man sich mal die Zahlen an, stimmt das einfach nicht.
Wenn du in Sachsen-Anhalt 856 Frauen auf 100 Männer in der Altersgruppe 18-29 hast, bedeutet das schlicht und einfach, dass ein gewisser Teil der Männer keine Chance auf eine Partnerschaft hat. Wenn du eine Gruppe von 100 Männern hast, dann haben 85 die Chance auf eine Beziehung und 15 eben nicht. Einfach, weil es diese Geschlechterverteilung gibt.
Die 1:1 Zuordnung ist eine grundlegend fehlerhafte Annahme.
Du übersiehst hier eine Menge Einflussfaktoren wie z.B.:
- gleichgeschlechtliche Partnerschaften,
- Personen, die kein Interesse an Sex oder Beziehungen haben,
- Personen die aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind Beziehungen einzugehen,
- Partnerschaften mit mehr als zwei Beteiligten
- Kontakmöglichkeiten,
- individuelle Präferenzen in der Partnerwahl.
Das muss für alle Geschlechter berücksichtigt werden, um sich einem tatsächlichen Verhältnis der möglichen heterosexuellen Partnerschaften anzunäheren.
Misserfolg in der Partnersuche daher so zu begründen:
aber schaut man sich mal die Zahlen an, stimmt das einfach nicht [...]
bedeutet das schlicht und einfach, dass ein gewisser Teil der Männer keine Chance auf eine Partnerschaft hat. Wenn du eine Gruppe von 100 Männern hast, dann haben 85 die Chance auf eine Beziehung und 15 eben nicht. Einfach, weil es diese Geschlechterverteilung gibt.
halte ich für realitätsfern.