Die SPD ist eine Rentnerpartei. Das haben sie über die letzten 30 Jahre kultiviert. Sie haben sich auf die Stammwähler konzentriert und auf die Jugend und jungen Erwachsenen nicht mal geschissen.
Endergebnis: Die einzige Gruppe, für die die SPD solidarisch und kämpferisch ist, das sind die Pensionisten. Und Pensionisten finden es eben im Großen und Ganzen nicht geil, wenn irgendwer außer ihnen politische Aufmerksamkeit bekommt.
Jetzt sitzt die SPD eben am Abgrund: ihre eigene Wählerschaft sowie die eigenen Parteimitglieder sterben weg. Gleichzeitig verhindern die Parteimitglieder effektiv dass die PArtei irgendwas tut, was neue Wähler anlocken könnte.
Ich seh eigentlich keinen Weg wie die SPD da noch mal rauskommen soll. Wahrscheinlicher ist noch, dass eine der anderen linken Parteien die Position übermimmt. Oder dass sich die linken Parteien wie schon die letzten 30Jahre weiterhin auf aus den USA importieren Kulturkampf und Geschlechterkampf setzen und dabei den Klassenkampf weiter gekonnt ignorieren. Auf die Weise stärken sie die rechten Parteien weiterhin ungemein, bis die Brandmauer nur mehr bedeutet, dass die AfD eine Alleinregierung schafft.
Wie hat es eigentlich dazu kommen können, dass die linke Bewegung, die ursprünglich rein wirtschaftlich war, ihre Wirtschaftskompetenz und die Führerschaft bei dem Thema so freiwillig ins Klo geschüttet hat?