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[–] 3 points 1 week ago* (1 child)

ich bin mittlerweile zu dem schluss gekommen dass die worte "reform" und "revolution" folgendermaßen zu interpretieren sind:

  • re-form bezieht sich auf die platonische ideenlehre. darin wird (unter anderem) gelehrt dass gedanken wie geometrische formen sind (ja der typ der das geschrieben hat hatte wohl zu viel LSD intus. jedenfalls hat diese literatur weltgeschichte geschrieben). also dass man durch denken kontinuierlich die welt umformt / transformiert.
  • das "vol" in re-volution bezieht sich meines erachtens nach auf "wollen" (vgl. lateinisch volere = wollen). also, nicht das tun was vernünftig wäre, sondern das was man eben so will. also eher ein spontanes, ungeplantes unterfangen.

ich bin heute der meinung dass große politische projekte im wesentlichen fast nur von mathematischer planungsarbeit abhängen. also jedes projekt steht und fällt damit, wie gut menschen im vorhinein darüber nachgedacht haben. und ein großflächiges, funktionierendes politisches system das auf spontanem willen der beteiligten beruht, wird es einfach nicht geben. zumindest wird es nicht lange bleiben können.

edit: 'tschuldige, velle, nicht volere:

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  • hideshow 2 child comments
  • [–] 3 points 1 week ago

    Klingt wie non-reformistische Reform (André Gorz) bzw. revolutionäre Realpolitik (Rosa Luxemburg). Finde ich gut. Im hier und jetzt anfangen die Dinge so zu ändern, dass Anreize für weitere Veränderungen in die richtige Richtung gesetzt werden und gleichzeitig darauf achten, dass diese Schritte nicht von reaktionären Kräften einfach zurückgedreht werden können.

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