Falls das Kind sich irgendwo im Spektrum der Hochsensibilität wiederfindet, kann dieser Ansatz auch negative Folgen haben.
Eine Gewöhnung ist da nur sehr begrenzt möglich. Das Kind muss dann sehr viel mehr Informationen verarbeiten und wird auch viele Stimmungen und Gefühle anderer spüren. Das kann es nicht abstellen. Es ist sogar fraglich, ob durch Training mehr geblockt werden kann.
Wenn man das Kind nun immer wieder über seine Grenzen diesen Situationen aussetzt und dies als normal oder wünschenswert darstellt, folgen unerwünschte Lerneffekte:
"Über meine Grenzen gehen ist normal und wird erwartet."
Die Folge können eigene Überforderung und sogar Burnout sein.
Konkrete Handlungsempfehlungen in solchen Fällen gibt es in passender Literatur/Beratung von Experten.
Wichtig finde ich nur die Erkenntnis, dass man Sensibilität nicht wegtrainieren muss Es ist OK, wenn nicht jeder im Getümmel brilliert. Wir brauchen auch Menschen, die in der Stille aufblühen und Verborgenes sehen. 🤗