Da muss ich dir widersprechen. Im aktuellen Fall ... war der Täter ja beim Psychodoc. Kurz vor der Tat. Der war anscheinend ja sogar in der Psychatrie. Und wenn du dann ankommst und als Tatursache Männlichkeitsbilder identifizierst, die dafür sorgen, dass Männer nicht zum Psychodoc gehen, dann passt das nicht wirklich zusammen. Das klingt so als ob du dich dann null mit dem konkreten Fall beschäftigt hast und lädst einfach überall deine eh schon existierende Agenda ab, egal ob das im konkreten Fall relevant ist.
Ich finde das daher etwas merkwürdig, gerade da es dann auch keine wirklichen Handlungsoptionen erschließt. Ja, wäre total gut, wenn alle Männer ihr Männlichkeitsbild kritisch anschauen und sich dann früher Hilfe holen. Aber: Das wird nicht passieren. Und das wird auch nicht passieren, weil irgendein anscheinend hart psychisch Erkrankter Menschen umgebracht hat. Da ist es dann schon interessanter und produktiver zu fragen, wieso jemand mit solchen Mordgelüsten dann überhaupt aus der Psychatrie entlassen werden konnte.