Das Ruhrgebiet ist eine Metropolregion, Brandenburg ein Flächenland, natürlich ist Wohneigentum kein brauchbarer Indikator für Familienwohlstand im direkten Vergleich. Vergleich doch einfach mal Ost- und Westdeutschland, statt die Diskussion mit herausgepickten Dimensionen zu verzerren:
"Westdeutschland: Das durchschnittliche Nettovermögen liegt deutlich höher als in Ostdeutschland. Aktuelle Studien zeigen, dass das durchschnittliche Nettovermögen in Westdeutschland bei etwa 170.100 Euro (Ost) bzw. 364.900 Euro (West) liegt. Der Median (also der Wert, der die reichere von der ärmeren Hälfte trennt) ist jedoch deutlich niedriger und liegt in Westdeutschland bei etwa 60.400 Euro (Stand 2014, neuere Daten bestätigen weiterhin eine ähnliche Relation) boeckler.de+1.
Ostdeutschland: Das Medianvermögen liegt bei etwa 26.000 Euro (2017) boeckler.de. Die Unterschiede sind auch altersabhängig: Bei jüngeren Haushalten ist die Differenz geringer, bei älteren Haushalten deutlich größer bpb.de."
Weder eine Land-/Stadt-Ungleichheit, noch eine Migrantisch/Biodeutsch-Ungleichheit, noch eine Kapitalismus-Ungleichheit ändern das Geringste an der Tatsache, dass Ossis gegenüber Wessis benachteiligt sind. Und du weißt doch genau, dass wir uns nicht an "Himmelsrichtungen" aufhängen, sondern an den Kategorien ehemaliger DDR-Bürger*in und Nachkommen vs. BRD-Familiengeschichte.
Was fällt es dir denn so schwer diese Fakten einfach einzusehen? Wenn dich soziale Ungleichheit wirklich interessiert, dann kannst du nicht einfach so tun, als ob bestimmte Gefälle nicht existieren. Und wenn du das doch tust, dann wunder dich nicht, dass du "die Ossis" nicht verstehst.