natürlich ist Wohneigentum kein brauchbarer Indikator
Das war doch dein Argument, welches ich bloß aufgegriffen habe? Wenn die Zahlen dir nicht gefallen ist es auf einmal wieder kein brauchbarer Indikator?
Hmm, jetzt weiß ich nicht ob du mich nicht verstehen willst. Ich habe gesagt Wohneigentum ist kein brauchbarer Wohlstandsindikator, wenn man städtische und ländliche Gegenden miteinander vergleicht. Das sollte ja jedem einleuchten. Ohne die verzerrende Dimension Stadt/Land ist es aber natürlich sehr wohl brauchbar. Wohneigentum hatte ich aber vor allem deshalb aufgeführt, weil du behauptet hast es gäbe nur in 25% der Familien im Ruhrpott Wohlstand. Die Eigentumsquote von 25% widerspricht dem aber ja deutlich.
Was du machen kannst ist Ruhrpott mit Städten im Osten zu vergleichen. Da kommst du aber genau auf das selbe Missverhältnis. In meiner Heimatstadt Leipzig ist die Wohneigentumsquote mit 13% halb so groß wie im Ruhrpott.
Einfach den Durchschnitt über ein riesengroßes Gebiet zu nehmen und derart zu pauschalisieren ist absoluter Bullshit.
Es ist gar kein Bullshit. Es macht eine wesentliche Dimension der Ungleichheit in diesem Land sichtbar, die nur all zu gern übersehen (oder wie hier sogar abgestritten wird). Es gibt auch ein wesentliches Gefälle beim Wohlstand zwischen Frauen* und Männern. Sollen wir das auch ignorieren, weil es weibliche Millionärinnen und männliche Obdachlose gibt? Die Feststellung, dass Ossis systematisch benachteiligt werden widerspricht doch in keiner Weise dem Einzelfall, dass es bestimmte Wessis gibt die ärmer als bestimmte Ossis sind. Auch wenn das auf keinen Fall "große Teile im Westen" betrifft.