Ginge es nach einem Unternehmen aus dem fernen Hamburg, dürfte Jürgen Mohr wohl keine Ruhrpott Kohla mehr verkaufen. So zumindest erzählt es Mohr: Ein Vertriebsmitarbeiter habe ihn davon überzeugen wollen, ab sofort ausschließlich die Hamburger Marke Fritz-Kola zu verkaufen. "Nicht, dass sie einem bloß Kühlschränke und andere Werbemittel anbieten", sagt Jürgen Mohr, "nein, sie haben mir auch finanzielle Unterstützung dafür geboten, dass ich andere Colas aus dem Sortiment nehme." Mohr lehnte das Angebot ab, sagt er. Von der Pressesprecherin des Unternehmens heißt es dazu: "Ein solches Vorgehen entspricht selbstverständlich nicht der gängigen Geschäftspraxis von Fritz-Kola." Die Kühlschränke seien bloß Leihgaben an Gastronomen, Geld werde nicht gezahlt.
Doch auch mehrere Getränkehändler und ein ehemaliger Vertriebsmitarbeiter von Fritz-Kola erzählen davon, dass die Firma versuchte, andere Cola-Marken aus dem Angebot von Händlern oder Gastronomen zu drängen. "Es gab in der Vergangenheit Einzelfälle, jedoch haben wir hier sofort gegengesteuert und entsprechende Konsequenzen gezogen", sagt die Pressesprecherin von Fritz-Kola.
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