Ich bin da echt irgendwie völlig zwiegespalten. Einerseits gibt es viel zu wenig Therapieangebote und selbst, wer sich aktiv Hilfe suchen will, steht häufig vor massiven Problemen und findet keine Hilfe. Das muss sich ändern.
Aber es gibt auch noch eine andere Seite, wo eben psychisch Erkrankte eine heftige Schneise der Verwüstung durch die Leben ihrer Mitmenschen ziehen. Solche öffentlichen Akte zufälliger Gewalt sind ja nur die Spitze des Eisberges. Da gibt es noch soziopathische Chefs, die einen Mitarbeiter nach dem anderen in den Burnout treiben. Die Borderliner, die einen Partner nach dem nächsten kaputt machen. Die Suchtkranken, die ihre ganze Familie und ihr ganzes Umfeld zerstören. Die Schizophrenen, die sich ein Ziel suchen und es massiv öffentlich belästigen. Und Leute, denen es psychisch offensichtlich nicht gut geht, die im öffentlichen Raum für ein unsicheres Gefühl sorgen.
Ich hab da auch keine saubere Lösung und weiß, wie kritisch das ist, aber irgendwo da muss es eine Schwelle geben, ab der der Staat irgendwie eingreift.