Ich habe da auch keine saubere Antwort. Ein Datenaustausch ist da definitiv nicht das, was fehlt. Jetzt blöd gesagt: Sehr viele der psychisch auffälligen Personen sind ja so oder so polizeibekannt. Das war ja bei allen von diesen Attentätern der Fall. Wenn du als druffer Alki hinter dem Bahnhof hockst oder wenn du eine harte Psychose hast, dann sind die Chancen groß, dass du irgendwann mit der Polizei in Kontakt trittst.
Der wirkliche Wechsel steckt übrigens hier drin:
Über ein Kompetenzzentrum hinaus müsse geprüft werden, wie unterhalb der Schwelle einer gerichtlich angeordneten Unterbringung - für die es hohe Hürden gibt - zusätzliche Optionen rechtssicher verankert werden könnten. Als Beispiele nannte der Behördensprecher verpflichtende Therapieangebote oder die verbindliche Einnahme von Medikamenten unter Aufsicht nach einer geschlossenen Unterbringung.
Aktuell hast du sehr, sehr hohe Auflagen, um jemanden in einer geschlossenen Einrichtung unterzubringen, wenn dieser das nicht will. Auch das mit den Medikamenten ist echt ein zweischneidiges Schwert.