Das ist jetzt mindestens das zweite Mal dass du mir damit auffällst, einer Aussage zuzustimmen, die so offensichtlich zwar oberflächlich vernünftig erscheint, aber beim ersten kritischen Hinterfragen komplett auseinanderfällt.
Um nicht komplett unkonstruktiv zu bleiben: die Aufnahmekapazitäten von Städten und Gemeinden sind hauptsächlich davon abhängig, wie viel Geld sie investieren (das beinhaltet auch das Personal, weil auch a die Grenzen an der Finanzierbarkeit hängen). Wie viel Geld die Städte und Gemeinden investieren wollen (oder meinetwegen auch können) hängt zum Teil an Unterstützung der Länder und des Bundes, zum Teil an der Schuldenbremse und zum Teil daran, welche Maßnahmen implementiert werden. Maßnahmen, die der schnellen (nicht übereilten!) und langfristigen Integration (auch in den Arbeitsmarkt) dienen, sind auf lange sicht gesehen deutlich günstiger als ein paar Container zu einem Lager zusammenzustellen und einen Wachdienst (mit unterbezahlten, unterqualifizierten und überfordertem Personal) mit der Sicherheit zu beauftragen.
Das Sicherheitsinteresse ist eine Nebelkerze, da die Kriminalität sich seit Jahren insgesamt negativ entwickelt (also abnimmt), mit einer Ausnahme kurz nach Corona (aber seit 2023 auch wieder abnimmt). Das beinhaltet auch Gewaltkriminalität.
Darüber hinaus gibt es Forschungsergebnisse im Bezug auf Ursachen und Motivation für Kriminalität, die sich mit anderen Mitteln deutlich besser und nachhaltiger lösen lassen, hintergründig weniger rassistisch sind und eine gesellschaftlich bessere Gesamtperspektive bieten.
Also nein, die Aussagen sind alles andere als vernünftig.