Vor gut 20 Jahren will die Politik Einwegverpackungen mit dem Dosenpfand vom Markt drängen. Doch der Handel hat andere Pläne. Speziell Discounter wie Aldi und Lidl steigen nicht um, sondern verzichten komplett auf Mehrweg und setzen stattdessen voll auf Einweg. Durch den Ukraine-Krieg sind Einweggläser allerdings zum Kostenrisiko geworden. Kaputte Glaswerke und teures Gas für Schmelzwannen machen die Herstellung teuer und unberechenbar. "Beim Iran-Krieg sehen wir dieselbe Entwicklung", sagt Veronika Pfender. Die Sandmafia tut ihr Übriges. Pfender verkauft mit ihrem Unternehmen Dotch Mehrweggläser für Gewürzgurken, Grillsoßen und Olivenöle, sammelt sie ein und reinigt sie. Eine Allianz von 25 Unternehmen möchte das Angebot nutzen, darunter Kühne oder Feinkost Dittmann. Die Infrastruktur ist dank der deutschen Liebe zum Bier vorhanden. Kunden können die Gläser in Supermärkten und Discountern zurückgeben, an denselben Pfandautomaten wie Bier- und Wasserflaschen. Theoretisch, wenn der Handel mitspielt. Das schlagende Argument sind sinkende Preise.

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[–] 11 points 1 week ago (6 children)

Bei Mehrweg für Gurken- und Marmeladegläser muss ich immer an die DDR denken, die dafür ein Pfandsystem hatte.

Ohne ostalgisch oder politisch fragwürdig zu werden: "vereinigt" wurde damals nicht viel, es war eine Übernahme von Westdeutschland aus.

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  • [–] 10 points 1 week ago (2 children)
  • [–] 7 points 1 week ago* (1 child)

    Hat tatsäch grade ein revival. Man kann jetzt wieder Gläser kaufen die nach diesem Konzept hergestellt werden.

    In dem Artikel dazu meinten sie auch, der Verkäufer hätte damals die Leute nicht überzeugen können, warum ein Glas das nicht zerbricht was gutes wäre. Hab da so "Könnte einem Verdurstenden kein Wasser verkaufen" Vibe

    https://www.nordkurier.de/panorama/langlebiger-leichter-robuster-erfindung-aus-ddr-zeiten-wird-wiederbelebt-4866810

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  • [–] 6 points 1 week ago

    Ohne ostalgisch oder politisch fragwürdig zu werden: “vereinigt” wurde damals nicht viel, es war eine Übernahme von Westdeutschland aus.

    Ohne politisch zu werden hat das gewählte Parlament der DDR das so gewollt.

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