Ich sehe das nicht so. Fefe ist definitiv eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten, die aber auch daher kamen, dass er sich in Themen stets eine eigene Meinung bildete und er sich in Perspektivismus übte. Das hat nicht immer gut geklappt und ich habe in den vielen Jahren auch oft genug gedacht "Ach Fefe, halt doch einfach den Mund". Trotzdem war er mir als Stimme immer lieber als die unzähligen nichtssagenden Blogs und Begriffsdogmatiker, bei denen jede Meinung aus der Konservendose zu kommen scheint. Ich fand ihn nie übertrieben toxisch
provokant ja, aber eben jemand, dessen Arbeit legitim ist und man aushalten können sollte. Fefe hat sich wenigstens an demokratischer Beteiligung getraut und ich glaube nicht, dass man ihn mit den Verschwörungsspinnern, wegen denen heute die Welt brennt, vergleichen kann, da war er doch schon wesentlich reflektierter. Sein Blog war eben die Kategorie "wo gehobelt wird da fallen Späne".