Ich hab die Woche über mehrere Stunden alle(naja, viele) meine unwichtigen Accounts gelöscht bzw. löschen lassen. Weil aus irgendeinem Grund es unzählige Dienste und Websites gibt, die keinen "Account löschen" Knopf haben und man dann den Support anschreiben muss. Bei XDA muss man sogar mit einer Suchmaschine einen Post von 2012 finden, der einen zu einer Google Form zum löschen schickt. Lächerlich.
Mein 20 Jahre alter Xbox/MS-Account war noch auf eine Email registriert, auf die ich seit bald 5 Jahren keinen Zugriff mehr habe. Bei Proton einen neuen Wegwerfaccount gemacht und verknüpft. Jetzt heißt es einen Monat warten bis ich den Account löschen darf nach deren Policy. Ich geb damit ein paar gekaufte Spiele auf. Aber meine 360 ist mit Badavatar sowieso komplett gehackt. Die zwei gekauften Titel im MS-Store für den PC sind so unsägliche UWP Apps, die vermutlich sowieso nie auf Linux laufen werden. Selbst wenn sehe ich es als moralisch vertretbar an alternative Bezugsquellen zu suchen da ich für die Spiele ja gezahlt habe.
Hauptgrund dafür: https://www.youtube.com/watch?v=U1qF5PtXVKE (GamerNexus mit Level1Tech über aktuelle Hacks von MS Account)
Über GMail läuft soweit ich es überblicke nur noch ein wichtiger Account. Dieser Dienst zwingt einen aber inzwischen für alles in eine App. Da muss ich mal ein Workprofile in Graphene erstellen und die App mit RethinkDNS vom Nachhause telefonieren blocken um die Email zu ändern. Ugh. Meine Youtube Abos hab ich bereits exportiert damit ich über Freetube/Tubular/Konsorten konsumieren kann. Demnächst ist der Google Account damit aber endlich fällig. Der ist jetzt einfach 12 Jahre alt. So nachlässig war ich davor eigentlich nicht. Damals hab ich alle 1 bis 2 Jahre einen Neuen erstellt. Aber mit den YT Abos, gekauften Apps im Playstore, Gmail hab ich mich doch von dem Plattform Lock-In einlullen lassen.
Naja, Rechner auf Linux seit über zwei Jahren. Handys auf Lineage/Graphene seit 5 Jahren. Firefox/Forks auf allen Geräten. Bald komplett ohne BigTech Accounts. Es wird langsam. Der Datenkrake sich komplett entziehen ist sowieso unmöglich. Aber es ist ein gutes Gefühl zumindestens deutlich weniger ungewollte Daten zu produzieren.