Ichđźš—iel (thelemmy.club)
submitted 5 months ago by to c/ich_iel@feddit.org
 
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[–] 31 points 5 months ago (9 children)

Als wir vor zwei Jahren auf E-Auto umgestiegen sind war hier in Finnland jeder mit dem ich geredet habe sehr interessiert und wollte details haben weil sie beim naechsten Auro auch elektrisch wollen.

In Deutschland kommt gefuehlt von jedem zweiten "aber dann hab ich ja ein Problem wenn ich mit drei Anhaengern ohne Pause 1500 km durchfahren will und bei -40 48 Stunden im Stau stehe"

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  • [–] 5 points 5 months ago (6 children)

    Ich nehme mal an, dass man in Finnland nicht im gleichen MaĂź der Fossil-Propaganda der rechtskonservativen Medien ausgesetzt ist wie in Deutschland.

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  • [–] 3 points 5 months ago (5 children)

    ne ne ne ne ne wer sowas sagt hat keine ahnung von der welt

    rechtes gedankengut gibt's weltweit. abgesehen davon bezweifle ich auch dass fossile rohstoffe tatsächlich "rechts" ist. was soll da der zusammenhang sein?

    fossile rohstoffe kommen aus dem nahen osten und darum kann man darum kriege fĂĽhren? ist das der zusammenhang?

    nun, erneuerbare energien stärken die wirtschaft -> sind also rechts.

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  • [–] 3 points 5 months ago (3 children)

    abgesehen davon bezweifle ich auch dass fossile rohstoffe tatsächlich "rechts" ist.

    Das wurde so nicht behauptet. Unsere rechtskonservativen Medien sind rechts, und sie schleudern Ölpropaganda was das Zeug hält. Der Konnex ist hier wenn dann, dass die Konservativen sich gegen Neuerung stellen. Da das Umstellen von Produktionsketten von Verbrenner-Motor auf Elektro-Motor und Batterie nicht trivial ist und Deutschland's Autohersteller um der Bilanz willen möglichst lange weiter Verbrenner produzieren wollen, hofiert die Wirtschaft die Konservativen, die ihnen das weiter ermöglichen, und deren Sprachrohre.

    Ich hatte die Aussage alsp primär auf die Werbung für fossile Brennstoffe bezogen verstanden, unter der Annahme, dass Finnland weniger intensiv davon betroffen sei, weil es keine so dominante Präsenz von Verbrennerherstellern hat. Deren Rechtskonservative werden andere Themen finden.

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  • [–] 2 points 5 months ago (2 children)

    Dass man die Veränderungsresistenz rechts nennt, kann ich tatsächlich verstehen, ja.

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  • [–] 1 point 5 months ago* (1 child)

    Veränderungsresistenz ist nicht rechts, muss auch nicht konservativ im klassischen Sinn sein, sondern kann prinzipiell eine Reaktion auf Angst vor Unsicherheit sein. Das ist menschlich. Klar können und sollten wir den Mut zur Verbesserung als Tugend anstreben, aber das macht die Grundhaltung nicht um ihrer selbst willen verwerflich.

    In unserem Fall ist es aber so, dass die Interessen der Verbrenner-Anhänger vorwiegend von der CDU verfochten werden, die nun mal rechtskonservativ ist. Die Motivation ist also hier das verwerfliche.

    Wir können jetzt theoretisieren, inwiefern eine Ideologie der Zwei-Klassen-Gesellschaft zu einer Haltung führt, die den gegenwärtigen Profit der Eliten über künftigen Mehrwert für die Massen stellt und entsprechend lieber einen bestehenden Markt bis zum letzten Tropfen ausschöpft statt selbst in die Entwicklung eines künftigen zu investieren, um dann schließlich beim Crash die Kosten dieser Kurzsichtigkeit auf die Öffentlichkeit abzuwälzen und den Kurswechsel aus den Abgaben anderer zu finanzieren, bis dort wieder Profit geholt werden kann...

    Aber ich glaube da gibt es nicht viel zu diskutieren. Gas-Kathi kommt aus dem gleichen Milieu wie Stadtbild-Fritze, und fĂĽr beide ist die Frage "Und wie sollen wir das bezahlen?" eine willkommene Steilvorlage fĂĽr "Indem ihr mehr arbeitet!"

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