Ich bin aktuell bei Schwarzes Auge-Romanen gelandet. Ich kriege es nicht wirklich hin, in eine neue komplizierte Fantasy- oder Science-Fiction-Welt einzusteigen. Die meisten Autoren überfrachten ihre Welt meistens am Anfang, so dass ich aktuell nicht in die Story komme. Und die Romane bieten genau das, was ich haben will. Bekannte Welt, kurzweilige Storys mit viel Action und ohne viel Anspruch. Die sind alle nett, aber dann ohne den obergroßen Bösewicht, der die ganze Welt zerstören will und den klischeehaften Waisenjungen, der dann doch ein König ist und dann die ganze Welt rettet. Da ist eine kleine Abenteurergruppe, die ein Abenteuer erlebt, irgendwie netter.
Nietzsche - Die Geburt der Tragödie. Seine Spätwerke gefallen mir aber wesentlich besser als seine mid-20s Schriften.
Ich schwimme gerade auf der Fantasywelle - bevor es wieder SciFi wird:
Was mich zurzeit richtig fesselt, sind die Bücher aus dem Dämonenzyklus von Peter V. Brett (Link zu Thalia) Das sind 8 Bände mit jeweils irgendwas um 800 Seiten.
Beschreibung
„Weit ist die Welt – und dunkel …“
… und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben.
„Das Lied der Dunkelheit“ ist ein eindringliches, fantastisches Epos voller Magie und Abenteuer. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der einen hohen Preis bezahlt, um ein Held zu werden. Und es erzählt die Geschichte des größten Kampfes der Menschheit – der Kampf gegen die Furcht und die Dämonen der Nacht.
Episch und düster – die faszinierendste Weltenschöpfung der letzten Jahre.
Eigentlich spielt sich das Ganze in ferner Zukunft ab, aber das Setting erinnert eher an spätes Mittelalter, wo die Osmanen Kurs auf Europa nehmen und versuchen es zu erobern. Die verschiedenen Kulturen haben unterschiedliche Methoden mit den Dämonen umzugehen und am Schluss wird es (vermutlich) einen Erlöser für alle Kulturen geben, der die Dämonen vernichtet. Die Geschichte wird jeweils aus den Augen der einzelnen Hauptdarsteller erzählt.
Hab den letzten Band noch nicht gelesen. Nehme ich jetzt in Angriff.
Ansonsten stöbere ich viel in den Publikationen vom Verlag Thorsten Low, den ich über meine Bubble auf Mastodon kennengelernt habe.
Der Thorsten über seinen Verlag
Der Verlag Torsten Low wurde von dem Ehepaar Low im Jahr 2005 als Verlag mit dem Schwerpunkt Phantastik gegründet. Ursprünglich als reiner Selbstverlag gedacht, wandelte sich der Verlag in den letzten Jahren. Während der Fantasy-Zyklus »Dunkel über Daingistan« noch als Kleinstauflage in Handarbeit konzipiert war, geht der Verlag seit der Veröffentlichung der Anthologie »Lichtbringer« neue Wege. »Fair verlegen« ist dabei das Motto von Torsten Low, der mit Anthologien und Romanen einen Mix aus unveröffentlichten Jungautoren und bereits veröffentlichten Autoren sucht. Dabei ist es ihm wichtig, dass er sich selbst treu bleibt. »Ich verlege nur das, wovon ich selber überzeugt bin, es auch an den Leser zu bringen. Wir sind auf unzähligen Veranstaltungen, ich lese dabei auch für meine Autoren und schlüpfe beispielsweise für den Kannibalenhorror von Cecille Ravencraft (»Im Zentrum der Spirale«) in die blutbeschmierte Schürze. So etwas kann ich nur, wenn ich wirklich voll dahinterstehe.«
Hast du irgendwelche coole, moderne SciFi, die du empfehlen kannst?
Ich hänge TV mäßig gerade voll auf Star Trek, würde das gerne mit Büchern begleiten (also ähnlich wie Star Trek Shit). Möglichst positive Erzählung der Zukunft, Menschen (oder irgendwer) entdeckt die Mysterien des Weltraums.
Darf gerne Konflikte beinhalten, aber auf eine reine Kriegserzählung habe ich nicht so Bock.
Zuletzt habe ich Mich kriegt ihr nicht von Pascale Maret gelesen. Ein eher kurzes Buch über einen der wenig hat und alles klaut was er so braucht. Gefunden in der onLeihe als ich nach "abhauen" gesucht hab und das fasst es ganz gut zusammen - ein ständiges Abhauen.
Jetzt lese ich gerade Little Brother - Aufstand von Corey Doctorow. Über einen entstehenden Überwachungsstaat aus Sicht von ein paar Jugendlichen.
Nebenbei lese ich noch The year I met my brain von Matilda Boseley auf Englisch. Da sagt die Tagline eigentlich alles über das Buch: "A travel companion for adults who have just found out they have ADHD".
Zum Thema abhauen, bzw aus der Kaste ausbrechen könnte dir Die dunkle Seite des Mondes gefallen.
Oder "Der weiße Tiger" wo die indische Hauptfigur tatsächlich aus der Kaste ausbricht.
Danke. Schau ich mir mal an.
Nach langer Leseflaute, hab ich endlich mal wieder das ein oder andere Buch in die Hand genommen und es sogar mal wieder in die Bibliothek geschafft.
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Andy Weir - Artemis
Hatte mal wieder Lust auf SciFi. Eine Freundin hatte mir eh mal "The Martian" empfohlen. Das hatten sie nicht, aber gleicher Autor. Also dachte ich mir, ich les mal rein. Fand es insgesamt ok und hatte auch viel Spaß beim Lesen. Im Mittelteil hab ich mich etwas schwer getan, aber den Anfang fand ich sehr gut und auch das Ende war gut. War sehr angenehm zu lesen. -
Ursula K. Le Guin - Grenzwelten
Ich bin großer Fan der Earthsea-Reihe. Und wie gesagt, gerade in SciFi-stimmung. Als ich also den Namen im entsprechenden Regal gesehen hab, hab ich direkt zugegriffen. Lese zwar grundsätzlich lieber im Original, aber die Übersetzung funktioniert für mich auch sehr gut. Grenzwelten enthält zwei Erzählungen: "Das Wort für Welt ist Wald" und "Die Überlieferung". Die zweite hat mir etwas besser gefallen. Aber ich mag den Stil von Le Guin wirklich sehr. Auch wenn er für mich für Fantasy etwas besser funktioniert. Will aber auf jeden Fall noch mehr von ihren Büchern lesen.
Haste aber ausgerechnt das schwächste Buch vom Weir erwischt. Martian ist grandios, Hail Mary ist fast grandios.
Artemis fand ich meh.
Mit Artemis hab ich mich auch schwer getan stellenweise. Kann aber grundsätzlich alle Bücher von ihm empfehlen. Martian fand ich bislang am Besten.
Von Le Guin hab ich Erdsee gelesen und gerade vor kurzem Freie Geister (Planet der Habenichtse in neuer Übersetzung). Ich fand den Stil gut, aber würde bei meiner bisherigen Erfahrung mit ihren Büchern auch eher Richtung Fantasy/Erdsee tendieren. Freie Geister hat eine interessante Struktur, da der Roman quasi "in der Mitte mit einem Wendepunkt" beginnt und die Kapitel immer wechseln zwischen Vorgeschichte (Sheveks Kindheit bis zum Tag seines Aufbruchs) und der Zukunft (Sheveks "Reise" bis zur Rückkehr), sodass sich ein großer Kreislauf durch den Roman spannt.
Literatur
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