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this post was submitted on 21 May 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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founded 2 years ago
MODERATORS
siehe Wien. da gibt es viel kommunalen wohnungsbesitz. Vielleicht sollte man da die finanzielle Situation als Fallbeispiel studieren.
Hat man sicher, um zu wissen, was es zu vermeiden gilt.
?
Ich spekuliere, dass Think Tanks Wien studiert haben, weil Investoren in Deutschland keine Wiener Verhältnisse wollen. Man muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein, um den sozialen Wohnungsbau nicht massiv auszubauen. Politiker müssen daher überzeigt werden, es nicht zu tun.
hmm ja kann sein. ich denke eher es ist der privatisierungswelle zuzuordnen, dass in den letzten jahrzehnten so wenig kommunaler wohnbau betrieben wurde. irgendwas von wegen "private unternehmen können das effizienter".
Privatisierung ist erst einmal neutral. Wohnungspreise regelt der Markt. Solange es ein Überangebot gibt, sind Wohnungspreise nahe den Herstellungskosten. Die Wohnungen zu verkaufen ist sogar gut, weil dann der Staat mehr Geld hat, um neue Wohnungen zu bauen.
Der Fehler war, das Angebot nicht zu erhöhen, als die Nachfrage stieg. Wien hätte gebaut und Bauaufträge genehmigt, Deutschland hat vergessen, Mitarbeiter für Baugenehmigungen einzustellen.
Das kann in einer Kommune aus versehen passieren, aber nicht deutschlandweit.
dass die wohnungspreise der markt regelt ... naja. ich denke man darf dabei nicht vergessen, die kommune selbst als aktiven marktteilnehmer zu sehen. es gibt nämlich kein gesetz dass eine kommune nicht aktiv wohnbau betreiben darf, ganz im gegenteil die wohnungen können dadurch genauso qualitativ hochwertig und kosteneffizient sein, aber die langfristigen mieteinnahmen fließen zurück in die kommune, anstatt an private investoren.
markt ja, aber nur wenn man die kommune als aktiven marktteilnehmer versteht.
Gerne. Für mich stellt sich dann die Frage, warum die Kommunen nicht soviel bauen, dass es keine Wohnungsnot mehr gibt und die Mietpreise fallen.
hmm ja das ist dieser neoliberale gedanke dass "unternehmen immer effizienter sind als der staat und daher die hauptlast der wirtschaftlichen aktivität tragen sollten" - und wohnungsbau fällt da eben darunter.
das hängt wirklich mit der gesamtwirtschaftlichen situation zusammen. ich hoffe dass wir irgendwann sehen werden, dass kommunaler wohnbau tatsächlich enorme politische macht zu tatsächlich demokratisch gewählten institutionen verschiebt, was ein wesentlicher vorteil für die lebensqualität von menschen ist.
Wie das?
keine willkürlichen kündigungen z.B. (was bei privaten vermieter:innen durchaus passieren kann)
hauptsächlich aber auch in hinblick auf enshittification. eine private wohnungsvermietungsfirma gibt sich zuerst sehr freundlich, um mieter:innen anzulocken, und erhöhen dann später massiv die preise. du kannst entweder ausziehen, was oft eine enorme emotionale belastung ist weil man ja auch bindungen hat, oder mehr zahlen. bei kommunalem wohnbau passiert das nicht, da diese gemeinnützig orientiert sein müssen.
Desswegen braucht der Markt viele Wohnungen. Bei einem Übrrangebot macht der Vermieter das nicht weil es zu einfach ist zu wechseln und er lange braucht, um neu zu vermieten.
Wenn Wohnungsknappheit herrscht ist es aber nicht fair, wenn die Gemeinschaft so die Wohnungen weniger subventioniert. Fair wäre, auch die Mieten zu erhöhen und von den Mehreinnahmen Wohnungen zu bauen, so dass die Mieten später für alle fallen.
Das verstehe ich weiterhin nicht.