45
Vorwurf des Zionismus von lemmy.dbzer0.com
(thelemmy.club)
Die Standard-Community von feddit.org
In dieser Community geht es um:
Was nicht Zweck dieser Community ist:
Regeln:
The standard community of feddit.org
This community is for:
What is not the purpose of this community:
Rules:
Ich habe das Gefühl, dass es zwischen den Usern überhaupt keinerlei verbindliche Definition von "Zionismus" gibt und dass man daher fleißig aneinander vorbei redet. Das wird ja teilweise hart antisemitisch im Sinne von "Die Juden" benutzt. Oder alles pro-israelische ist "zionistisch". Oder jede Stimme, die die Hamas kritisiert, ist "zionistisch". Der Begriff ist komplett tot, weil die Leute völlig unterschiedliche Dinge damit verbinden. Witzigerweise verlinkst du ja den Wiki-Artikel und wirfst hier dem anderne User eine Lüge vor, obwohl im von dir selbst verlinkten Wiki-Artikel zig verschiedene Defintionen etc. enthalten sind und du suchst dir nur eine aus.
Ja, ich denke das ist der Punkt. Es ist aber auch nicht nur ein Missverständnis, sondern eine ganz bewusste Unschärfe. So ist "Zionismus" ein Synonym für israelischen Ultranationalismus, wenn man begründen muss, warum er überhaupt ein Problem sein soll. Und im nächsten Moment ist schon das Bekenntnis zu einer Zwei-Staaten-Lösung Zionismus, um ein klares Bekenntnis für die Abschaffung Israels einfordern zu können.
Ich bin zum Beispiel dafür, dass es einen Schutzraum für Jüdinnen und Juden weltweit gibt, die vor Antisemitismus flüchten müssen. Wie der aussieht und wo der ist, ist mir ehrlich gesagt egal, wichtig ist nur, dass es einen gibt. Das ist eine Lehre aus dem Holocaust aber auch aus einer viel größeren und längeren Geschichte des Antisemitismus.
Nach Vorstellung dieser Leute bin ich damit Zionist. Damit habe ich gar kein Problem, dann bin ich das halt. Aber wenn ich dann mit faschistoiden Rassisten die von einer Großisrael träumen gleichgesetzt werde, dann habe ich damit sehr wohl ein Problem.
Diese Unschärfe des Begriffs ist also ein bewusst eingesetztes Werkzeug.
Ganz richtig. Denn wenn man einerseits "Zionismus" nicht mehr nur auf die ultranationalistische Schiene bspw. einer Regierung Netanyahu beschränkt, sondern auch bereits auf die Existenz Israels an sich, dann nutzt man - ganz bewusst, meiner Meinung nach - die Verwerflichkeit der einen Sache, um die andere Sache in Misskredit bringen zu können. Da mache ich nicht mit.
Ich finde da zumindest keine klar abgetrennten Definitionen drinne, aber ich muss zugeben ich habe das auch nur zweimal überflogen.
Ja aber genau das ist doch die Verlogenheit die ich vorwerfe. Ich claime eben nicht, dass meine Definition die einzig wahre ist, aber behaupte, dass zumindest eine sehr verbreitete Definition/Art von Zionismus sehr wohl auf feddit existiert und auch aktiv verbreitet / verteidigt wird. Ich finde das irgendwiesehr verdreht von dir, die Reihenfolge ist doch so:
Ich hab das so explizit nirgends diskutiert gesehen, aber ich glaube auch, dass das irgendwo eine Gesetzesfrage ist. Dass bei der deutschen Politik und Gesetzgebung einiges schief hängt ist glaub keine ungewöhnliche Ansicht hier.
Israel-feindliche Sprüche stehenzulassen wäre zwar ordentlich meinungsfrei, könnte unter deutscher "Recht"sprechung aber als Hassrede gelten. Man könnte natürlich Schultern zucken und hoffen, dass es nie vor Gericht geht, aber irgendwie will ich das Freiwilligen nicht zumuten, sich für meine Meinungen zu rechtfertigen. Und die ganze Instanz mit all der anderen fruchtbaren Diskussion in engstirnigem "Alles oder nichts" aufs Spiel setzen fände ich auch schade.
Sprich: Ich habe nie jemanden explizit das Existenzrecht Israels verteidigen sehen (kann natürlich gut sein, dass ich das nur übersehen hab), aber wenn gegenteilige Kommentare gelöscht werden würde ich das eher als "Sag das woanders" verstehen statt als tatsächlichen Widerspruch.